Garnisonkirche: Oberbürgermeister Schubert lässt Sitz in Kuratorium ruhen

Die Potsdamer Polizei berichtet derzeit fast täglich von Autofahrten oder gar Unfällen unter starkem Alkoholeinfluss. In den letzten Wochen häuften sich die Fälle. Auch von 2017 auf 2018 gab es einen Anstieg. Zeit, noch mal auf die Grenzwerte zu schauen.

Kleine Künstler zeigen ihr Können

Kabarett, Konzert und Operettengala – in Dahmeland-Fläming finden am ersten Frühlingswochenende viele interessante Veranstaltungen statt. Karl Dall kommt nach Königs Wusterhausen, ebenso Schauspielerin Kristin Suckow, das Nationaltheater Brünn gastiert in Ludwigsfelde, und in Trebbin rocken Tino Standhaft und Norman Daßler.

Oberbürgermeister geht auf Abstand zur Garnisonkirche

Potsdam – Potsdams neuer Oberbürgermeister Mike Schubert (SPD) geht vorläufig auf Distanz zum umstrittenen Wiederaufbau der Garnisonkirche. Nach PNN-Informationen will der Rathauschef seinen Sitz im Kuratorium der Garnisonkirchen-Stiftung, die Bauherrin des Projekts ist, zunächst ruhen lassen. So sagte Schubert auch seine Teilnahme an der für Montag geplanten Kuratoriumssitzung ab.

Als Oberbürgermeister ist Schubert automatisch Mitglied des Gremiums der Garnisonkirchen-Stiftung. Der Wiederaufbau des knapp 90 Meter hohen einstigen Wahrzeichens der Stadt hatte im Oktober 2017 begonnen. In dem 38 Millionen Euro teuren Bauwerk soll ein Versöhnungszentrum entstehen.

Oberbürgermister verweist auf widersprüchliche Beschlusslage

Als Grund für seinen Schritt nennt Schubert in einem den PNN vorliegenden Schreiben an das Kuratorium eine seit Jahren andauernde widersprüchliche Beschlusslage der Stadtverordnetenversammlung zu dem Vorhaben. So hatte das Kommunalparlament 2008 beschlossen, dass sich der Wiederaufbau auf den Turm konzentrieren und der Oberbürgermeister diesen Grundsatz im Kuratorium auch vertreten solle. Die Entscheidung über den Bau des Kirchenschiffs solle kommenden Generationen obliegen, so der Beschluss. In der Satzung der Stiftung wird jedoch von einem Wiederaufbau sowohl des Turms als auch des Kirchenschiffs ausgegangen.

Der zweite Beschluss, auf den sich Schubert in seiner Absage bezieht, stammt von 2014. Im Rahmen des Bürgerbegehrens gegen den Wiederaufbau wurde Schuberts Vorgänger Jann Jakobs (SPD) damals damit beauftragt, alle Rechtsmittel auszuschöpfen, um die Garnisonkirchen-Stiftung aufzulösen – was dieser als bekennender Befürworter des Wiederaufbaus allerdings nur halbherzig bis gar nicht durchzusetzen suchte.

Umstrittener Wiederaufbau der Kirchenschiffs

Schubert verfolgt nun eine andere Linie. Der Widerspruch zwischen den Beschlüssen sei Ausdruck eines „gesellschaftlichen Konflikts“ und auch eines Konflikts zwischen den Fraktionen der Stadtverordnetenversammlung, schreibt der Oberbürgermeister an das Kuratorium. Wie berichtet gibt es im Stadtparlament zwar eine Mehrheit der bürgerlichen Parteien für den Wiederaufbau, die Linke hat allerdings große Bauchschmerzen mit dem Vorhaben, die linksalternative Fraktion Die Andere lehnt ihn vehement ab.

Damit ist sie nicht allein. Die evangelische Martin-Niemöller-Stiftung positioniert sich ebenso gegen das Vorhaben wie mehrere Initiativen, darunter die „Christen brauchen keine Garnisonkirche“, zu deren Mitgliedern auch prominente Theologen wie Friedrich Schorlemmer zählen. Die Kritiker reiben sich besonders an der Geschichte der Garnisonkirche zur NS-Zeit.

Sie beziehen sich dabei vor allem auf den „Tag von Potsdam“ am 21. März 1933, als sich Hitler und Reichspräsident Hindenburg vor der Kirche die Hände schüttelten. Die Kritiker werfen der Garnisonkirchen-Stiftung unter anderem vor, die Rolle der Kirche in der NS-Zeit nicht ausreichend zu beleuchten. Zudem befürchten sie, der Turm könne ein Wallfahrtsort für Rechte werden.

Schubert hatte in der vergangenen Woche bei einer Veranstaltung in der Nikolaikirche zum „Tag von Potsdam“ eine stärkere Auseinandersetzung der gesamten Stadtgesellschaft mit der Zeit des Nationalsozialismus in Potsdam angemahnt. Nur so lasse sich für die Zukunft eine Lehre aus der „grauenhaftesten Phase der deutschen Geschichte“ ziehen. Das gelte erst recht angesichts des gegenwärtigen politischen Rechtsrucks und zunehmenden Antisemitismus.

Er habe mit den Stadtfraktionen vereinbart, für den Zeitraum nach der Kommunalwahl einen Vorschlag über die künftige Rolle des Vertreters der Stadt im Kuratorium der Stiftung zu machen, so Schubert. Den Dialog mit der Stiftung wolle er dennoch „nicht abreißen“ lassen. Garnisonkirchen-Vorstand Wieland Eschenburg wollte am Abend zunächst keine Stellungnahme abgeben.

https://www.pnn.de/potsdam/konflikt-in-potsdam-oberbuergermeister-geht-auf-abstand-zur-garnisonkirche/24136396.html

Schon acht Tonnen Spargel gestochen

In Brandenburg ernten die Bauern seit dieser Woche Spargel. Auf einem der größten Spargelhöfe in Klaistow (Landkreis Potsdam-Mittelmark) wurden nach eigenen Angaben an zwei Tagen schon die ersten acht Tonnen gestochen.

Der Verein Beelitzer Spargel schätzt, dass nach dem Rekordergebnis 2018 in diesem Jahr die Ernteerträge leicht zurückgehen werden. „Wir rechnen mit 10 Prozent weniger Spargel“, sagte der Vorsitzende des Vereins, Jürgen Jacobs, der Deutschen Presse Agentur. Das seien nach 23.200 Tonnen im vergangenen Jahr etwa 20.000 Tonnen Spargel in diesem Jahr.

>>Lesen Sie auch: Zu Besuch bei den Spargelbauern auf Gut Herrenhölzer

Es werde weniger geerntet werden, weil die Anbauflächen reduziert worden seien, sagte Jacobs weiter. Zwar gab es im vergangenen Jahr optimale Bedingungen für den Spargel. Durch das Überangebot hätten die Bauern aber schlechtere Preise erzielt. Die Anbauflächen im Raum Beelitz seien deshalb um 10 Prozent auf gut 1600 Hektar reduziert worden.

Spargel wächst in Brandenburg auf knapp 5000 Hektar. In und um Beelitz (Potsdam-Mittelmark) liegt Ostdeutschlands größtes geschlossenes Spargel-Anbaugebiet mit etwa 1700 Hektar. Die Saison geht traditionell bis 24. Juni.

Von MAZonline/dpa

Räume für Gründer im Siemens-Dynamowerk eröffnet

Berlin Als ersten Schritt in Richtung Siemensstadt 2.0 hat der Konzern am Standort am Freitag neue Arbeitsflächen für Start-ups und eigene Teams eröffnet.

Vermarktet wird die bisherige Lagerhalle des Dynamowerks als A32 Entrepreneurs Forum Berlin Siemensstadt. Vorstandsmitglied Cedrik Neike sagte, Siemens wolle über den Tellerrand hinausblicken. “Hier soll ein Stadtteil der Zukunft entstehen, der Produktion, Forschung, Lernen, Arbeiten, Wohnen und Leben beispielhaft integriert.”

Siemens will an seinem größten Fertigungsstandort bis 2030 bis zu 600 Millionen Euro investieren. Auf dem Industrieareal sollen Forschungs- und Gründungszentren zusammenarbeiten. Im Gründungszentrum Startup Incubator der Hochschule für Wirtschaft und Recht arbeiten dort schon 19 Start-ups, auch das gemeinsame Gründungszentrum der Berliner Fachhochschulen BT6 soll dort entstehen. “Siemensstadt 2.0 hat längst begonnen”, sagte Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD).

Follies für Fontane

Eigentlich baut Kay Andrees so genannte Tiny Houses – kleine Häuser. So richtig zum darin Wohnen. Kleine Häuser errichtet er mit seiner Mannschaft zurzeit in Nennhausen, Kleßen und Ribbeck. In den Gärten und Parks der drei Herrenhäuser haben der Landkreis Havelland und das Kulturland Brandenburg gemeinsam mit dem Berliner Regisseur und Theaterpädagogen Frank Becker ein Fontane-Projekt angezettelt, das Musik, Sprache und Raum miteinander verbindet.

Neuer Fontane

Wer sich darauf einlässt, der erlebt Fontane von einer ganz anderen Seite. Die Idee entstand aus einem Gespräch zwischen Frank Wasser und Frank Beckers. Unter Künstlern kennt man sich. „Wir hatten schnell die Idee, dass uns ein gemeinsames Projekt gelingen könnte“, sagt Frank Becker.

Frank Wasser wiederum holte den Landkreis Havelland ins Boot und dabei entstand der Gedanke, das Vorhaben im Fontanejahr zu verwirklichen. „Seit 2017 treffen wir uns schon im Fontane-Arbeitskreis, sagt Bruno Kämmerling. Der Kulturreferent des Kreises kümmert sich für den Kreis vor Ort um die Installation.

Die Handwerker bei der Arbeit. Quelle: Joachim Wilisch

Zunächst ist handwerkliches Können gefragt. Am Donnerstag kamen Andrees und sein Team in Nennhausen an. Sie hatten die Teile für ein kleines Holzhaus in Berlin aufgeladen und begannen mit dem Aufbau. Besucher im Schlosspark, die mit der Geschichte des Schlosses vertraut sind, bemerkten schnell, dass ein ähnlich aussehendes Gebäude früher einmal im Park stand. Auf einem Bild, das im Schloss hängt, kann man das noch sehen.

In drei Parks

Während das Team von Tiny House im Freien sägte, hämmerte und schraubte, bereitete Frank Becker schon die nächsten Schritte vor. „Die kleinen Häuser sind so genannte Follies“, erklärt er. Follie steht für Musiktheater und eben das plant der Regisseur in den kleinen Räumen. „Wir wollen Installationen einrichten, in denen sich Musik, Raum, Stimme und Klang vermischen“, so Becker. In den kleinen Räumen haben nicht viele Besucher Platz. Sie sollen verweilen und das Geschehen auf sich einwirken lassen. „Und dann fordern wir sie auf, sich selbst auf Wanderschaft zu begeben“, sagt der Regisseur.

Die Installationen in Kleßen, Ribbeck und Nennhausen haben natürlich mit Fontane zu tun. In Ribbeck entstehen mehrere der kleinen Häuschen – so klein, dass gerade mal eine Person hineinpasst. Hier geht es um Themenschwerpunkte von Theodor Fontane und seiner Zeit. „Jeder Ort hat eine Überschrift“, so Becker. „In Ribbeck soll das Thema Begegnung-Vernetzung aufgenommen werden. In Kleßen steht ein kleines Haus, das den Bezug zu Atem und Geist herstellt. In Nennhausen steht – das wundert nicht – Effi Briest im Mittelpunkt. Erinnerung und Wurzel steht über diesem Thema.“

Baubesprechung in Nennhausen, links Frank Becker. Quelle: Joachim Wilisch

Frank Becker möchte, dass die Besucher der „Follies“auf eine innere Reise geschickt werden. „Da entwickeln sich dann ganz eigene Geschichten, das greift in die Tiefe, streift Fontanes Begegnung mit dem entsprechenden Ort, verknüpft ihn mit der Gegenwart und macht letztlich Lust darauf, weiter zu gehen.“ Dieses Weitergehen soll im Idealfall zum nächsten Standort der Follies führen. Von Ribbeck nach Nennhausen und weiter nach Kleßen.

Darum seien die drei Orte auch direkt an der Fontane-200-Radroute. „Wir weisen das für Touristen aus und Radfahrer werden hierhin geführt“, sagt Bruno Kämmerling. Es gehe darum, eine eigene Wanderung durch die Mark Brandenburg zu unternehmen. „Dabei können die Wanderer des Jahres 2019 ganz andere Dinge erleben, als Fontane, vielleicht sogar Gegensätzliches“, fügt Frank Becker hinzu.

Geheimnisvoller Ort

Nennhausen zum Beispiel. Wenn die Licht-Klang-Musik-Installation zu Ende ist, kann man sich entweder noch einmal davon inspirieren lassen oder den Schlosspark erkunden. „Das ist ja hier ein geheimnisvoller Ort, mit kleinen Ruinen und dem Rest der großen Eiche“, sagt Becker.

Die Follies gehören zu der Kultur der Schloss- und Landschaftsparks, die zu Beginn des 19. Jahrhunderts entstanden. „Ein wichtiger Bestandteil waren Ruhepunkte und Orte der Besinnung“, sagt der Regisseur. Teehäuser, Pavillons und andere Gebäude sind noch immer Zeuge dieser Kultur. Dazu zählen auch die Follies.

Am Freitag wurde das Dach gebaut. Quelle: Joachim Wilisch

Ein spannender Ansatz, findet Bruno Kämmerling und er ist vor allem den privaten Herrenhausbesitzern in Kleßen und Nennhausen dankbar, dass sie so begeistert mitmachen. Im Schlosspark Nennhausen wurde am Freitag bereits an der Dachkonstruktion gearbeitet.

Frank Becker studierte Musik und Musikwissenschaften in Hamburg, Berlin und Rom. Es folgte diverse Regiehospitanzen und Assistenzen. Seit 2005 ist er künstlerischer Mitarbeiter Musik an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst-Busch. Er ist Autor zahlreicher Hörspiele und Features. Becker hat Lehraufträge an der Hochschule für Musik und Theater Hannover, der Hochschule für Schauspielkunst Ernst-Busch, der TU Berlin Abteilung Bühnenbild/szenischer Raum.

Premiere Ende April

Premiere hat das Musiktheater zum Fontanejahr am 27. April um 15 Uhr in Schloss Ribbeck. Dann werden auch Repräsentanten von Kulturland Brandenburg zugegen sein. Zusammen mit dem Landrat wollen sich die Besucher auf Wanderschaft begeben.

Von Joachim Wilisch

03.04.2020 (19:00–22:30) Ralf Schmitz – “Schmitzeljagd”

Ralf Schmitz – „Schmitzeljagd”

„Ich hab´ den schönsten Beruf der Welt“, sagt Ralf Schmitz.

Und wir haben dank Ralf den schönsten Feierabend der Welt, denn der Comedy-Star liebt es, auf der Bühne zu stehen und unseren Alltagsstress in Gelächter zu ertränken.
Voller Energie titscht der Humor-Flummi dabei von Pointe zu Pointe, erfüllt ein Arsenal an krassen Figuren in kunstvollen ‚Ein-Personen-Sketchen‘ mit Leben und sorgt dazu mit einzigartigen Impros für endlose Lachattacken und unvergleichliche Momente.
Und weil unsere moderne Welt eine hektische Schnitzeljagd nach Glück ist, heißt sein neues Programm auch fast so: Schmitzeljagd. Diesmal nimmt Ralf uns mit auf einen Parforceritt durch die Stolperfallen des alltäglichen Lebens – und schenkt uns die Einsicht, dass sich die Suche nach dem individuellen Glück am besten von ihrer komischen Seite angehen lässt.
Ralf stellt uns u.a. seine neue vierpfotige Mitbewohnerin Hildegard vor, die bei ihm zuhause längst das Zepter übernommen hat, präsentiert uns ungewöhnliche Selfies und rätselhafte Handyfotos aus seinem familiären Umfeld -von ihm überaus fantasievoll gedeutet- und klärt uns auf über die Fallstricke eines eigentlich ganz gewöhnlichen Fernsehabends zu zweit.
Er schlüpft in zahlreiche Rollen, wenn er z. B. den seriösen TV-Journalismus aus einer überraschend neuen Perspektive betrachtet oder beim Speed-Dating die ganze Vielfalt männlicher Eitel- und Unzulänglichkeiten auf die Spitze treibt oder uns seine morgendlichen Routinen zeigt. Immer ist die Schlagzahl der Pointen hoch, das Publikum kommt aus dem Lachen nicht heraus!
Sein Markenzeichen, die Improvisation, macht den anderen Teil dieses Abends aus und mit einer
Schlagfertigkeit, die ihresgleichen sucht, entstehen mit Unterstützung des Publikums Situationen, die
das Leben so noch nicht geschrieben hat. Eine echte Schmitzeljagd eben!

Kontakt Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, westdeutsche Städte:
Thomas Kirch | tk@d2mberlin.de | 030 – 755 492 551
Kontakt Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen:
Katja Stondzik | ks@d2mberlin.de | 0341 – 44 25 84 25

Beginn: 20.00 Uhr
Kartenpreis: ab 35,85 Euro | freie Sitzplatzwahl
Sichern Sie sich Ihre Tickets!

Achtung!: begrenzte Parkmöglichkeiten
Parkplatz Filmpark Babelsberg, Großbeerenstr. 200, 14482 Potsdam
Kosten: 4,00 | pro Kfz
Bitte nutzen Sie nach Möglichkeit den öffentlichen Nahverkehr (ab Hauptbahnhof Potsdam Bus 601 oder 690 bis Haltestelle Filmpark Babelsberg)

Veranstalter: d2mberlin GmbH, Tel: 030 – 755 492 560
Mail: office@d2mberlin.de | Homepage: www.d2mberlin.de

Ralf Schmitz am 03.04.2020 in der Metropolis Halle im Filmpark Babelsberg

Pressefoto_Ralf_Schmitz_Schmitzeljagd_(c) HPR

https://www.filmpark-babelsberg.de/de/events-specials-events/462.html

Auffahrunfall mit PKW und Motorrad (Landkreis Potsdam-Mittelmark, Bundesautobahn 115, zwischen den Anschlussstellen Babelsberg und Drewitz in Fahrtrichtung Autobahndreieck Nuthetal)

Ein 17-Jähriger war am Donnerstagabend mit seinem Motorrad Yamaha auf der A 10 aus Richtung Berlin kommend in Richtung Potsdam unterwegs. Der Mann achtete nicht ausreichend auf den vor ihm fahrenden Verkehr und bemerkte das Bremsen eines 59-Jährigen in seinem PKW Honda nicht rechtzeitig. Der Motorradfahrer fuhr auf den PKW auf und stürzte. Er wurde bei dem Unfall leicht verletzt und musste zur weiteren medizinischen Behandlung in ein Krankenhaus gebracht. Sein Motorrad wurde von Angehörigen gesichert, da es nicht mehr fahrbereit war. Es entstand ein Gesamtsachschaden von 2.500 EUR.

Donnerstag, 21. März 2019, 19:45 Uhr

Postzustellerin angegriffen- Polizei sucht Zeugen (Landeshauptstadt Potsdam, Am Neuen Palais)

Am Mittwoch,  gegen 13:20 Uhr, befuhr eine Postzustellerin mit ihrem gelben Postauto, die Straße „Am Neuen Palais“ in Richtung Geschwister-Scholl-Straße. Sie hielt hierbei die dort vorgeschriebenen 30 Km/h ein. Plötzlich fuhr ihr ein PKW sehr dicht auf und gab Lichthupe. Als die 30 Km/h-Zone endete, überholte der PKW mit quietschenden Reifen, setzte sich vor Die Frau und bremste bis zum Stillstand ab, weswegen auch die Postzustellerin zum Stillstand kam. Aus dem Fahrzeug stieg ein bislang unbekannter Mann, der nun bereits von weitem die Frau anbrüllte. Er beugte sich anschließend in das Zustellfahrzeug, brüllte weiter  und bedrohte die Frau. Er ergriff, während er weiter brüllte und Drohungen aussprach, die Hand der Frau und verletzte sie hierbei. Er brüllte weiter die Frau an, bis eine andere Frau mit ihrem PKW anhielt und den Mann aufforderte, die Geschädigte in Ruhe zu lassen. Daraufhin lief er zu seinem Auto und entfernte sich in unbekannte Richtung. Leider entfernte sich auch die Helferin, von der bekannt ist, dass sie einen rotweinfarbenen Kleinwagen fuhr.

Der Täter, der akzentfrei deutsch sprach, wurde wie folgt beschrieben:

  • ca. 35 Jahre alt
  • ca. 170-175 cm groß
  • kräftig, aber nicht dick
  • sehr dunkle Haare (kurzer, moderner Haarschnitt)
  • schwarze Augenbrauen
  • ungepflegter acht-Tage-Bart
  • er war sehr dunkel gekleidet
  • sein Fahrzeug war ein silbergrauer , sehr gepflegter PKW

Die Polizei bittet Zeugen, die den Sachverhalt am Mittwochmittag beobachtet haben oder Hinweise zu dem unbekannten Täter geben können, sich an die Polizeiinspektion Potsdam unter 0331-55080 zu wenden. Insbesondere wird die Helferin gebeten, sich bei der Polizei zu melden.

Mittwoch, 20.03.2019, 13:20 Uhr

Hilfen für 1,2 Millionen Kinder

Berlin (MOZ) Familien und Alleinerziehende mit geringen Einkommen sollen künftig höhere Sozialleistungen erhalten. Das beschloss der Bundestag am Donnerstag mit den Stimmen der Koalitionsparteien.

Das “Starke-Familien-Gesetz” von Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) sieht vor, dass der monatliche Kinderzuschlag, der Bedürftigen zusätzlich zum Kindergeld gezahlt wird, von derzeit maximal 170 auf 185 Euro pro Kind steigt. Der Staat unterstützt damit Eltern, die zwar arbeiten gehen, bei denen das Geld aber trotzdem kaum zum Leben reicht. Außerdem steigen die Zuschüsse für das Schulessen, die Schülerfahrkarte sowie für Musik und Sport.

Von dem neuen Gesetz können nach Ministeriumsangaben Eltern von 1,2 Millionen Kindern profitieren. Bis 2021 sind Ausgaben von mehr als einer Milliarde Euro geplant. Wenn der Bundesrat zustimmt, kann die Neuregelung zum 1. Juli in Kraft treten.

Oppositionspolitiker kritisierten im Bundestag, dass der Kinderzuschlag bisher nur von einem geringen Teil der Adressaten in Anspruch genommen werde und dass sich das mit dem neuen Gesetz nicht ändern werde. Das Antragsverfahren sei immer noch viel zu bürokratisch, sagte Grünen-Chefin Annalena Baer­bock. Die Grünen und die Linke favorisieren eine Kinder-Grundsicherung, die alle Sozialleistungen für Kinder zusammenfasst.

Die stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, Katja Mast, betonte, auch ihre Partei wolle eine solche Grundsicherung. Die jetzt beschlossenen Maßnahmen seien aber ein wichtiger “erster Schritt”, um einkommensschwachen Familien besser zu helfen. Bisher werden die Leistungen nur von 30 Prozent der Berechtigten in Anspruch genommen. Auch beim neuen, vereinfachten Verfahren geht man im Ministerium davon aus, den Anteil zunächst nur auf 35 Prozent steigern zu können.

Die geplanten Änderungen im Einzelnen: Neben Kindergeld und erhöhtem Kinderzuschlag erhalten Eltern mit geringen Einkommen künftig auch ein von 100 auf 150 Euro aufgestocktes “Schulstarterpaket” – also Geld unter anderem für Ranzen, Hefte, Lernsoftware. Für Sport und das Erlernen eines Musikinstruments gibt es künftig einen Zuschuss von 15 statt bisher zehn Euro. Zudem solle es den Eltern erleichtert werden, Geld für die Teilnahme an Klassenfahrten zu beantragen.

Auch bürokratische Hürden werden beseitigt. So muss der Kinderzuschlag nur noch halbjährlich beantragt werden und bleibt in dieser Zeit unverändert, auch wenn sich die finanziellen Verhältnisse der Familie zwischenzeitlich ändern. Zudem entfällt die “Abbruchkante” bei etwas höheren Einkommen: Der Zuschlag wird nicht mehr gestrichen, sondern stufenweise reduziert. Der Eigenanteil der Eltern für das Schulmittagessen und die Schülerfahrkarte entfällt. Außerdem werden die Kosten für Nachhilfe künftig auch für Kinder übernommen, die nicht versetzungsgefährdet sind.