Verstärkter Kampf gegen Autorennen

Berlin (dpa) Riskante Raserei und illegale Autorennen auf Berlins Straßen sollen verstärkt bekämpft werden. Dazu stellt Justizsenator Dirk Behrendt (Grüne) am Mittwoch seine Überlegungen vor.

Auf einer Pressekonferenz sollen die aktuelle Entwicklung und das weitere juristische Vorgehen erläutert werden. Dabei sein soll auch der Erste Oberamtsanwalt Andreas Winkelmann.

Die Amtsanwaltschaft ist neben der Staatsanwaltschaft eine eigenständige Strafverfolgungsbehörde, die es außer in Berlin nur noch in Frankfurt/Main gibt. In Berlin bearbeitet sie Vergehen im Straßenverkehr sowie Kleinkriminalität in eigener Zuständigkeit.

Auch Innensenator Andreas Geisel (SPD) hat sich den Kampf gegen Raser auf die Fahnen geschrieben. Nach der Verurteilung von zwei Autorasern zu lebenslanger Haft wegen gemeinsamen Mordes hatte er Ende März ein hartes Durchgreifen angekündigt. “Wenn das Auto zur Waffe wird, muss der Staat einschreiten und die Bedrohung von der Straße holen.” Bei dem illegalen Rennen im Februar 2016 starb ein unbeteiligter Rentner.

Die Polizei hatte laut Statistik im Vorjahr 279 entsprechende Strafermittlungsverfahren eingeleitet. 164 Autos und 130 Führerscheine wurden eingezogen. Seit 2017 können derartige Rennen härter bestraft werden. Laut Justizverwaltung gingen von Januar bis Mitte März dieses Jahres bereits 104 Verfahren gegen mutmaßliche Raser ein.