Prozess gegen Silvio S. geht weiter

Potsdam – Am vergangenen Freitag hat der erneute Prozess gegen den Mörder des sechsjährigen Elias aus Potsdam und des vierjährigen Flüchtlingsjungen Mohamed aus Berlin begonnen, heute wird er vor dem Potsdamer Landgericht fortgeführt. 

In diesem zweiten Prozess geht es um die Frage, ob der 35-Jährige nach Verbüßung seiner lebenslangen Haftstrafe in Sicherungsverwahrung muss. Weil er sich, wie auch im ersten Prozess, nicht zu seinen Taten äußert, ist es aber für Gutachter und Richter schwer zu beurteilen, wie gefährlich Silvio S. tatsächlich ist.

Am Freitag hatte bereits ein Psychologe der JVA Brandenburg/Havel ausgesagt. Er hatte die Rückfallgefahr von Silvio S. als hoch eingestuft. Um eine Sicherungsverwahrung nach seiner lebenslangen Haft anzuordnen, müsste gesichert sein, dass Silvio S. ein unheilbarer Triebtäter ist, der sich nicht unter Kontrolle hat. Der Forensische Psychiater Matthias Lammel, dessen Gutachten maßgeblich für die Ablehnung der Sicherungsverwahrung im ersten Prozess war, hatte am Freitag gesagt: „So lange Herr S. nichts dazu sagt, muss ich dabei bleiben.“ Er könne keine gesicherte Gefährlichkeitsprognose erstellen, weil sich der Doppelmörder nicht zu seinen Taten und seinem Motiv äußere. 

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Mehr Infos im Laufe des Tages an dieser Stelle.

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