Potsdam Geschichte

Die Stadt Potsdam kann auf eine über 1000-jährige Geschichte zurückblicken. Denn bereits im 7. Jahrhundert errichtet der slawische Stamm der Heveller an der Stelle der heutigen Stadt eine Burganlage. In einer Schenkungsurkunde des Kaisers Otto III. des Heiligen Römischen Reiches wird Potsdam am 3. Juli 993 erstmals urkundlich erwähnt. Der ursprüngliche Name der Stadt ist Potzupimi und leitet sich aus den slawischen Wörtern Pod und Stupa ab, die übersetzt soviel wie „unter den Eichen“ bedeuten.

Im Jahr 1317 wird Potsdam erstmals als Stadt urkundlich erwähnt und 28 Jahre später erhält sie auch offiziell das Stadtrecht. Im Dreissigjährigen Krieg (1618 – 1648) wird die Stadt durch zwei Großbrände zerstört.

Unter Friedrich Wilhelm I. wird die Stadt im 18. Jahrhundert zu einem wichtigen Garnisonsstandort des preußischen Heeres. Sein Sohn und Nachfolger Friedrich Wilhelm II. der Große ist Anhänger der Aufklärung. In Potsdam lässt er unter anderem das Schloss Sanssouci und das Neue Palais errichten.

Im Oktober 1806 besetzten französische Truppen unter Napoleon Bonaparte die Stadt. Ab 1815, nach dem Ende der Besatzung, entwickelt sich Potsdam zu einem Verwaltungszentrum. Zahlreiche Regierungsbeamte siedeln sich in der Stadt an.

Im September 1848 bricht die Deutsche Revolution auch in Potsdam aus. Soldaten des Widerstands versammeln sich vor dem Neuen Palais und versuchen ihre Kameraden aus dem Gefängnis zu befreien. Der Aufstand wird jedoch von preußischen Elitetruppen niedergeschlagen.

1914 unterzeichnet der letzte deutsche Kaiser Wilhelm II. im Neuen Palais von Potsdam die Kriegserklärung gegen Großbritannien, Frankreich und Russland. Mit dem Ende des Ersten Weltkrieges 1918 endet die Ära der deutschen Monarchie und Potsdam verliert seinen Status als Residenzstadt.

Im Zweiten Weltkrieg (1939 -1945) werden große Teile des Potsdamer Stadtzentrums durch einen Bombenangriff der Alliierten beschädigt. Im April 1945 besetzten Truppen der Roten Armee die Stadt. Im August 1945 vereinbaren die Siegermächte auf der Konferenz von Potsdam die Teilung Deutschlands in vier Besatzungszonen.

In der Zeit der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) wird Potsdam ab 1952 Verwaltungssitz des neugegründeten Bezirkes Potsdam. Durch den Mauerbau im Jahr 1961 verliert Potsdam den Anschluss zu West-Berlin.

Nach der Wiedervereinigung von West- und Ostdeutschland im Jahr 1990, wird Potsdam die Hauptstadt des wieder gegründeten Landes Brandenburg. Bis heute werden zahlreiche historische Bauwerke der Stadt restrauriert. Viele Sehenswürdigkeiten der Stadt zählen zum Welterbe der UNESCO.

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