Nebenjob Nikolaus?

Potsdam. Nikoläuse und Weihnachtsmänner haben derzeit in Potsdam wie im ganzen Land Hochkonjunktur, um in Kindergärten, Altersheimen, auf Firmenfeiern oder bei Familien zuhause den “artigen Menschen” Geschenke zu  überreichen. Hier ein paar Tipps – auch rechtlicher Natur – für die rotgewandeten Gesellen.

Wer als Nikolaus  oder Weihnachtsmann arbeiten möchte, muss meist sein eigenes Kostüm und Zubehör mitbringen: z. B. ein großes, möglichst goldenes Buch, wo die “guten oder auch weniger guten Taten der zu Beschenkenden” vermerkt sind, sowie einen Jutesack für die Geschenke. Bei Honoraren von 50 bis 80 Euro pro Auftritt ist das aber keine zu große Eigeninvestition.

Zudem benötigt ein Nikolaus oder Weihnachtsmann  neben dem traditionell roten Gewand auch ein stabiles Nervenkostüm. Denn er sollte ein “Fels in der Brandung” im allgemeinen Vorweihnachtsstress sein.

Wer einen Job als Nikolaus oder Weihnachtsmann annimmt, sollte sich zudem Gedanken über seinen Versicherungsschutz machen. In der kalten Jahreszeit ist es schnell passiert: Der Weihnachtsmann- oder Nikolausdarsteller rutscht auf dem Weg zu seinem Auftritt auf Eis oder Schnee aus und verletzt sich dabei. Auf den Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung kann der Darsteller dann nicht bauen. (Pflicht-)versichert sind dort nämlich nur Tätigkeiten im Rahmen eines Arbeitsverhältnisses. Und das dürfte bei einer Buchung als Nikolaus oder Weihnachtsmann regelmäßig nicht vorliegen. Je nach Einzelfall wird es sich vielmehr um einen Dienst- oder Werkvertrag handeln.

Weihnachtsmann und Nikolaus sollten sich daher um eine private Unfallversicherung kümmern. Die kommt im Schadensfall für die entstehenden Kosten auf, wenn nicht dem “Veranstalter” eine Verletzung seiner Räum- und Streupflicht oder einer anderen Verkehrssicherungspflicht nachgewiesen werden kann.

Das gilt auch für Nikolaus- und Weihnachtsmanndarsteller, die im Hauptjob Studenten sind: Die gesetzliche Unfallversicherung tritt bei ihnen nur ein, wenn der Unfall im Verantwortungsbereich der Hochschule passiert ist.  

red/hei

Weitere Infos: www.arag.de.

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