Interreligiöse Aktionswochen in Potsdam starten am Freitag

Potsdam.

Mit einem Friedensfest auf dem Alten Markt in Potsdam starten an diesem Freitag die Aktionswochen “Begegnungen in Potsdam: Anders als Du glaubst”. Gefeiert wird von 16 bis 21 Uhr mit tanz und Musik, leckerem Essen, einem Markt und Infoständen. Es ist das erste Friedensfest dieser Art in Potsdam – die im vergangenen jahr angekündigte Veranstaltung musste wegen eines Sturms kurzfristig abgesagt werden.

Bis zum 18. Juni gibt es in Potsdam ein buntes, interreligiöses Programm. Mit den Aktionswochen möchte das Potsdamer Bündnis “Anders als Du glaubst” für Weltoffenheit und Toleranz werben.Im Zentrum des Programms steht eine Fotoausstellung, die noch bis zum 12. Juni in der Stadt- und Landesbibliothek zu sehen ist. Die Werke der Potsdamer Fotografen Paula Breithaupt, Benjkamin Maltry und Adam Sevens bilden die Glaubens- und Religionsvielfalt in der Landeshauptstadt und dem Land Brandenburg ab. Allein in Potsdam sind mehr als 80 Religions- und Glaubensgemeinschaften aktiv, Menschen aus mehr als 130 Ländern leben in der Stadt.

Das Begleitprogramm zur Ausstellung umfast mehr als 40 Veranstaltungen, die mit über 20 Kooperationspartnern auf die Beine gestellt werden. Der Eintritt zu den Lesungen, Workshops, Vorträgen, Aktionen und Konzerten ist frei. Den Abschluss der Aktionswochen bildet ein Fest der Kulturen am Dienstag, 18. Juni, im Potsdamer Staudenhof, Am Alten Markt 10. Da es auf das Ende des Fastenmonat Ramadan fällt, wird es unter anderem kulinarisch.

Die im Jahr 2015 gegründete Initiative “Anders als du glaubst …” versteht sich als Brücke zwischen Religionen und Weltanschauungen. Diese Brücke ist in einer Region wichtig, in der nur etwa 20 Prozent der Menschen einer Religion angehören. “Anders als du glaubst …” ist ein Aktionsbündnis, das sich diesen Themen stellt. Dieses Bündnis versteht sich als unabhängiges Kooperationsnetzwerk. Hier arbeiten Religions- und Glaubensgemeinschaften, nicht-religiöse Vereine und Organisationen. Es kann jede Einzelperson und jede Initiative dabei sein, die aktiv für ein weltoffenes, tolerantes, respektvolles, interkulturelles und interreligiöses Miteinander eintritt.

Die Ausstellung und das Begleitprogramm werden gefördert durch die F. C. Flick Stiftung gegen Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und Intoleranz, die Landeshauptstadt Potsdam, die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK) im Rahmen des Projektes “Weißt du, wer ich bin?”, aus Mitteln des Bundesministeriums des Inneren, für Bau und Heimat aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages sowie des Bündnisses für Brandenburg, Land Brandenburg.red/rue