In der Parforceheide wurde wiederholt ein Jagd-Hochsitz zerstört – der Bürgermeister bittet um erhöhte Wachsamkeit

Unbekannte haben am Freitag, 11. September in der Stahnsdorfer Parforceheide erneut einen Hochsitz der Genossenschaft in der Parforceheide sabotiert. Das teilte die Gemeinde am Mittwochmorgen mit.

Seit Bestehen der Jagdgenossenschaft würden Hochsitze angesägt, umgestoßen, sogar angezündet. Auch Graffitischmierereien verzeichneten die Verantwortlichen, zuletzt im Frühjahr 2019 am Gemeindezentrum

Stahnsdorf, heißt es in der Mitteilung. Am 11. September meldeten die Jagdpächter nun einen weiteren zerstörten Hochstand im Landschaftsschutzgebiet Parforceheide.

Jagdpächter sind fast täglich verbalen Attacken ausgesetzt

Laut Angaben der Jagdpächter der Jagdgenossenschaft

Stahnsdorf-Kleinmachnow gehöre es wohl seit vielen Jahren zum Alltag, beim Streifen durchs Pachtgebiet verbalen Attacken von Jagdgegnern ausgesetzt zu sein.

„Trotz des sensiblen und polarisierenden Themas Jagd plädiere für einen sachlichen Umgang miteinander. Das Zerstören von Hochsitzen ist kein Kavaliersdelikt und auch kein ziviler Ungehorsam, sondern eine Straftat, die mit der vollen Härte des Gesetzes verfolgt werden muss“, teilt Bürgermeister

Bernd Albers dazu mit. Er bittet Bürger, denen in der Nähe von Hochständen auffällige Beobachtungen machen, sich diese zu notieren und gegebenenfalls an die
Polizei weiterzuleiten.

Derzeit gibt es nach Angaben der Gemeinde im Ortsteil

Stahnsdorf zwei Jagdpächter und zehn Jäger, im Ortsteil
Güterfelde einen Jagdpächter und sieben Jäger. „Ich möchte, dass die Jäger ungestört ihrer Tätigkeit nachgehen können. Die Jagd ist als Maßnahme der Wildhege unverzichtbar, in Zeiten der
Afrikanischen Schweinepest mehr als je zuvor. Immer wieder fühlen sich die Jäger jedoch in ihrer Arbeit massiv beeinträchtigt“, so
Albers.

Von MAZonline

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