Freidenkerbund besteht seit 30 Jahren

Der Humanistische Freidenkerbund Havelland feiert sein 30. Gründungsjubiläum. Dazu sind an diesem Freitag Mitglieder und Gäste zu einem Fest in Nauen eingeladen.

Erinnerungen

Am 14. Oktober 1989 haben sich Menschen verschiedenen Alters in Nauen zusammen gefunden, um eine freie Vereinigung zu gründen, die freigeistige und humanistische Welt- und Lebensanschauungen pflegt und im Sinne einer tätigen Humanität praktisch wirken will. Daran erinnert der Vorsitzende des HFH, Volker Mueller.

Aktive Mitwirkung

Am 10. April 1990 erfolgte der Eintrag in das Vereinsregister und am 8. Juli 1991 wurde der HFH als gemeinnützig anerkannt. „In der Wendezeit wollten wir uns – außerhalb der Kirchen – an der Demokratisierung der Gesellschaft, an mehr Offenheit und Freiheit, an konkreter Kultur-, Jugend- und Sozialarbeit aktiv beteiligen“, so Volker Mueller.

Lange kein HFH

Nach 56jähriger Unterbrechung – nach dem Verbot der Freidenkerorganisationen durch die Nazis 1933 und dann ihrer Nichtwiederzulassung in der SBZ und in der DDR – habe sich der HFH am Ende der DDR neu gegründet. Mueller: „Wir suchten nach neuen Wegen und wollten ein freies Denken entwickeln, das keiner Partei und dem Staat untertan ist.“ .

Feierstunde des Freidenkerbundes zum Totensonntag mit Volker Mueller. Quelle: Uwe Hoffmann

Wichtiges Anliegen sei weiterhin, eine freie Jugendarbeit zu entwickeln und die humanistischen Jugendfeiern, die in der über 170jährigen Tradition der Jugendweihe in Deutschland verwurzelt sind, erfolgreich fortzuführen. Seit 1991 haben im Havelland über 21 000 Jugendliche mit etwa 170.000 Gästen an Jugendfeiern teilgenommen.

Feste Bestandteile

Jugendklubs, Jugendsozialarbeit, Schulsozialarbeit, Jugendschutz, mobile Jugendarbeit/ Streetwork, Jugendbildung und -freizeiten, internationale Jugendaustauschprogramme sind feste Bestandteile der Jugendarbeit.

Sozial Schwache im Fokus

Ein besonderes Augenmerk liege in der Arbeit für sozial Schwache in der Gesellschaft. Mueller: „Daher haben wir uns für Suppenküche, Kleiderkammern, Frauenselbsthilfe, Flüchtlingshilfe, die Nauener Tafel und die Falkenseer Tafel erfolgreich engagiert.“ Kleiderkammern, Möbelbörse und Tafeln seien Standbeine der sozialen Arbeit.

Neues Thema

Seit 2014 kam außerdem die Arbeit für Kriegsflüchtlinge und Asylbewerber dazu.

Von MAZonline

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