Film-Tipp: Milder Blick auf Männerfantasien – „Verliebt in meine Frau“

Was ist der französische Film? Wahrscheinlich auch nur eine Fantasie. Als eskapistisches Auslaufmodell spukt er weiterhin durch die Cineastenköpfe, das Hirngespinst reifer Erwachsenenunterhaltung ist einfach nicht totzukriegen. Die Madame- und Monsieurfilme, mit denen uns der deutsche Verleih so überreich beschenkt, zehren noch vom einstigen Nimbus. Doch der alte Schwung ist hin, die Realität sieht anders aus. Die Illusion vom großen französischen Film, zumal vom Liebesfilm, ist brutal in die Jahre gekommen. Aber manchmal blitzt sie noch auf, wie jetzt im neuen Film von Daniel Auteuil, der in „Verliebt in meine Frau“ mit seinen Fantasien ringt – nicht nur als Schauspieler, sondern auch als Regisseur. Was bleibt ihm anderes übrig? Solange sich in Paris Gérard Depardieu und sein alter Freund Daniel Auteuil wie zufällig über den Weg laufen, scheint doch alles irgendwie in Ordnung. Patrick und Daniel, wie sie hier heißen, würden sich gerne verabreden, zum Abendessen mit den Frauen, wie in alten Zeiten. Doch es gibt ein Problem: Patricks Frau ist nicht mehr dieselbe. Ihre Vorgängerin ist aber immer noch die beste Freundin von Isabelle (Sandrine Kiberlain), Daniels Frau, die Patrick dafür hasst – genauso wie dessen ihr unbekannte, noch dazu sehr viel jüngere Geliebte. Der eigene Gatte hat diese Vorbehalte nicht nur zu verstehen, sondern selbstverständlich zu teilen. Durch höhere Drehbuchkünste kommt das fatale Dinner doch zustande. Fatal, nicht weil Isabelle sich nicht im Zaum halten könnte. Die bürgerliche Etikette hat im französischen Film zu halten. Nein, es ist Daniel, der sich kaum…Lesen Sie den ganzen Artikel bei berliner-zeitung

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