Eine menschliche Bibliothek zum Tag der Toleranz

Stadt- und Landesbibliothek bietet am Samstag die Aktion „Lebendige Bücher“ an

Eine besondere Aktion findet am Samstag, 16. November 2019 zwischen 11 und 15 Uhr – zum„Tag der Toleranz“ in der Stadt- und Landesbibliothek statt. Unter dem Motto „Lebendige Bücher – lass uns reden!“ stellen sich Menschen mit außergewöhnlichen Berufen, unterschiedlichen kulturellen und religiösen Identitäten oder mit einer besonderen Lebensweise zu Gesprächen zur Verfügung. Sie bilden die „menschliche Bibliothek“ an diesem Tag. Das heißt, die Bibliotheksbesucher können aus dem zusammengestellten Beschreibungskatalog einen dieser Gesprächspartnerinnen und Gesprächspartner auswählen und ihn oder sie zu einem individuellen Gespräch „ausleihen“. Ziel ist es, in den Austausch miteinander zu kommen, über eventuelle Vorurteile aufzuklären und die Besucher zum Nachdenken anzuregen. Die Initiatorin ist Beatriz Naghieli Ramirez Ogando, die an der Universität Potsdam gerade an ihrer Promotion im Fach Romanitistik schreibt und bereits in der Universität gemeinsam mit
anderen Studenten eine solche Aktion organisiert hat. Sie sagt dazu: „Indem die Menschen miteinander sprechen und nicht übereinander, können Klischees und Vorurteile abgebaut werden. Damit fängt Toleranz an.“
Wer die „menschliche Bibliothek“ kennenlernen möchte, kann ohne Anmeldung vorbeikommen und seine Fragen an die “lebendigen Bücher” stellen. Mit dabei sind: ein Gefängnispsychologe, eine Inklusions-Schülerin, ein Orthopädiemechaniker, eine durch Deutschland reisende Jüdin, eine Lernbotschafterin und eine Projektleiterin, die in der Grundbildung tätig sind, eine
Vermittlerin für Menschen, die neu in Deutschland angekommen sind, eine Diversity Agentin, eine Seenotrettungsaktivistin, ein Künstler. Der Treffpunkt ist im Foyer; Anmeldungen sind nicht notwendig.
Weitere Informationen sind online zu finden unter www.bibliothek.potsdam.de.

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