Lesemarathon zu Lampedusas “Der Leopard” in der Stadt- und Landesbibliothek

Im Rahmen des bundesweiten Lesemarathons der Vereinigung Deutsch-Italienischer Kultur-Gesellschaften stellt der Freundeskreis Potsdam-Perugia e.V. am Freitag, 6. März 2020 einen der größten Italienromane unserer Zeit in der Stadt- und Landesbibliothek vor: Il Gattopardo/Der Leopard von Giuseppe Tomasi di Lampedusa. Nach Eco, Boccacio und Manzoni ist es bereits der vierte Lesemarathon, den der Freundeskreis zusammen mit der SLB veranstaltet.

Die Lesung nimmt die Zuhörer mit zu einer spannenden Zeitreise durch das Risorgimento und die anschließende Einigung Italiens.

Il Gattopardo gilt heute längst als moderner Klassiker, ja als ein Jahrhundertroman. Mit melancholischer Ironie schildert der Autor den Niedergang des sizilianischen Adelsgeschlechts um Don Fabrizio, Fürst Salina. Genau sechzig Jahre nach seinem ersten Erscheinen in Deutschland hat Der Leopard nichts von seiner Aktualität verloren und zieht die Leser noch immer in seinen Bann. Im Fokus steht die neue Übersetzung des Werkes von Burkhart Kroeber.

Lesung in deutscher und italienischer Sprache mit Christian Ballhaus, Giovanna Forni, Brigitte Reimers, Karen Schneeweiß, René Schwittay und Carsten Wist.

Eine Initiative der VDIG Vereinigung Deutsch-Italienischer Kultur-Gesellschaften e.V. im Rahmen der Sprachoffensive Italienisch – oli – offensiva lingua italiana.

Unter der Schirmherrschaft der Botschaft der Italienischen Republik Berlin.

Mit freundlicher Unterstützung des Piper Verlages, Feltrinelli Editore und The Wylie Agency (UK).

Eintritt frei
SLB, EG, Veranstaltungssaal

„Mein liebstes Kinderbuch – Die kleine Kindertalkshow“ – Zu Gast: Potsdams Oberbürgermeister Mike Schubert

In ihrem umfangreichen Veranstaltungsprogramm zur Leseförderung und Medienerziehung bietet die Stadt- und Landesbibliothek für Kinder im Grundschulalter auch Begegnungen mit bekannten Persönlichkeiten des öffentlichen, politischen und kulturellen Lebens aus Brandenburg und Potsdam mit interessanten Berufen und Lebenswegen an.

Schauspieler, Journalisten, Autoren, Radiomacher, Regisseure, Filmemacher, Musiker oder Wissenschaftler haben bereits aus Büchern vorgelesen und von ihren Helden berichtet, die sie in der eigenen Kindheit fasziniert, geprägt und geleitet haben, die ihnen das Tor der Fantasie in die Welt des Erwachsenwerdens öffneten.

Am Dienstag, 25. Februar, 10 Uhr steht Potsdams Oberbürgermeister Mike Schubert Potsdamer Kindern Rede und Antwort in der Kinderwelt der SLB. In der Kindertalkshow „Mein liebstes Kinderbuch – Die kleine Kindertalkshow“ geht es in spannenden Gesprächen über seinen Beruf, seine Arbeit und auch über seine Lieblingsbücher.
Anschließend liest er dann aus seinem persönlichen Lieblingskinderbuch vor.
Welches das ist, das bleibt die besondere Überraschung unseres Gastes…

Für Kinder der 3./4. Klassen. Der Eintritt ist frei.
www.bibliothek.potsdam.de/veranstaltungen

Ronald Gohr
14.02.2020

Der 61. Vorlesewettbewerb 2019/2020: Regionalentscheid Potsdam in der Stadt- und Landesbibliothek: Es heißt wieder: Lesebühne frei!

Wer ist die beste Vorleserin oder der beste Vorleser der Landeshauptstadt Potsdam? Beim Regionalentscheid des 61. Vorlesewettbewerbs des Deutschen Buchhandels lesen die 25 Siegerinnen und Sieger der Schulentscheide in Potsdam um die Wette.

Der Regionalentscheid findet am Donnerstag, 20. Februar 2020 um 14:30 Uhr in der SLB im Bildungsforum, Am Kanal 47 statt. Eine sechsköpfige Jury bestehend aus Buchhändlern, Bibliothekaren, Journalisten und der Vorjahressiegerin wird sich von den Lesenden überzeugen und dann über den Sieger oder die Siegerin entscheiden.

An den regionalen Entscheiden der Städte und Landkreise beteiligen sich bundesweit rund 7.000 Schülerinnen und Schüler der 6. Klassen. Mit ca. 600.000 Teilnehmern jährlich ist der 1959 ins Leben gerufene Vorlesewettbewerb einer der größten Schülerwettbewerbe Deutschlands. Er wird von der Börsenverein des Deutschen Buchhandels Stiftung veranstaltet und steht unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten. Begeisterung für Bücher in die Öffentlichkeit zu tragen, Freude am Lesen zu wecken sowie die Lesekompetenz von Kindern zu stärken, stehen im Mittelpunkt des Vorlesewettbewerbs.

Der Wettbewerb wird gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Die Etappen führen über Stadt-/Kreis-, Bezirks- und Länderebene bis zum Bundesfinale am 24. Juni 2020 beim Medienpartner rbb in Berlin. Die über 600 Regionalwettbewerbe organisieren Buchhandlungen, Bibliotheken, Schulen und weitere kulturelle Einrichtungen.

Alle teilnehmenden Kinder erhalten eine Urkunde und einen Buchpreis. Der Sieger oder die Siegerin des Stadtentscheids Potsdam darf zum nachfolgenden Bezirksentscheid fahren.

Journalisten*innen sind herzlich eingeladen, an der Veranstaltung teilzunehmen.

Weitere Informationen: Der aktuelle Stand des 61. Vorlesewettbewerbs sowie alle Infos, Termine und Teilnehmerschulen sind auf der Internetseite www.vorlesewettbewerb.de zu finden.

14. Februar 2020

Themenwoche Fake News im Bildungsforum

Start einer neuen Reihe mit Journalistinnen und Journalisten in der Stadt- und Landesbibliothek – Auftakt mit Kai Kupferschmidt

Vom 10. Bis 15. Februar findet im Bildungsforum eine Themenwoche zu Fake News statt, in der verschiedene Vorträge und Workshops in allen drei Einrichtungen (SLB, VHS und WIS) stattfinden.

In der Stadt- und Landesbibliothek gibt es gleich zwei Veranstaltungen.

Am Dienstag, 11. Februar 2020 um 19 Uhr startet eine neue Reihe unter dem Titel „Puls der Zeit“. Hier kommen Journalistinnen und Journalisten aus den Reihen der mit dem Grimme Award ausgezeichneten RiffReporter in die Bibliothek, um mit dem Publikum über wichtige Fragen zu diskutieren.

Den Auftakt bestreitet der Wissenschaftsjournalist Kai Kupferschmidt, der u.a. für den „Tagesspegel“ und das Magazin „Science“ schreibt. Bei den RiffReportern leitet er ein Factchecking-Projekt. Er diskutiert wichtige Fragestellungen zu Fake News. Wer in den sozialen Medien oder auf Nachrichtenseiten unterwegs ist, landet schnell bei der entscheidenden Frage: Kann ich das glauben? Oder ist es falsch, vielleicht sogar mit Absicht gefälscht? Die Sorge, dass „Fake News“ unsere Demokratie gefährden, ist weit verbreitet. Doch welche Rolle spielt Journalismus dabei? Ist der Teil des Problems oder der Lösung?

Am Mittwoch, 12.02.2020 um 18 Uhr wird auf Einladung von querKULTUR e.V. der Buchautor, Politikwissenschaftler und Journalist Adrian Lobe erwartet. In seinem Vortrag „Bedrohen Algorithmen die Meinungsfreiheit?“ setzt es sich mit den einstigen Hoffnungen einer Netz-Utopie auseinander, in der man über Ländergrenzen hinweg Wissen teilt und den herrschaftsfreien Diskurs pflegt.

Die Realität zeichnet aktuell oft ein anderes Bild, wo autoritäre Regime das Netz zensieren und elektronische Sperrzäune errichten, wo Troll-Fabriken und Meinungsroboter Fake News verbreiten und Hasskommentare das diskursive Klima vergiften. In seinem Vortrag geht er diesem Wandel der Öffentlichkeit auf den Grund.

Weitere Informationen unter www.bibliothek.potsdam.de

Stadt- und Landesbibliothek Potsdam plant 2020 neue Angebote – Standort am Stern bekommt ein neues Konzept

Der Aufwärtstrend der Stadt- und Landesbibliothek Potsdam (SLB) hält weiter an: Insgesamt 424.437 Menschen besuchten 2019 die Hauptbibliothek im Bildungsforum sowie die Zweigstellen in der Waldstadt und am Stern. Das sind 1881 mehr als im Jahr zuvor. Auch die Zahl der Neuanmeldungen ist gestiegen. So haben sich 5.595 Menschen erstmalig einen Bibliotheksausweis ausstellen lassen, 7 Prozent mehr als im Vorjahr. Zurzeit sind 19.782 Menschen in der SLB angemeldet. „Die Bibliothek zeichnet im besonderen Maße aus, dass sie für alle Menschen offensteht und Vielfalt willkommen heißt. Sie ist ein öffentlicher Ort, bei dem Austausch, Begegnung und Partizipation im Fokus stehen“, sagt Noosha Aubel, Beigeordnete für Bildung, Kultur, Jugend und Sport der Landeshauptstadt Potsdam.

Neue Kooperation mit dem Journalismus-Projekt „RiffReporter“

Passend zu der positiven Jahresbilanz baut die Stadt- und Landesbibliothek ihre Angebote aus, um Medien-und Informationskompetenz weiter zu stärken. In der Reihe „Puls der Zeit“ kommen Journalistinnen und Journalisten aus den Reihen der mit dem Grimme Online Award ausgezeichneten RiffReporter in die Bibliothek, um mit dem Publikum über ihre Recherchen zu diskutieren. Die Mitglieder von RiffReporter arbeiten für große Medien wie die FAZ oder National Geographic und bieten eigene Projekte zu Umwelt, Wissenschaft, Kultur, Weltgeschehen und Digitalisierung. Auftakt ist am 11. Februar um 19 Uhr zum Thema „Fake News“ mit Wissenschaftsjournalist Kai Kupferschmidt, der unter anderem für den „Tagesspiegel“ schreibt.

Geplant ist zudem das Format „Shared Reading“ zu etablieren – eine literaturbasierte Bewegung aus Großbritanien, die inzwischen in mehreren Bibliotheken, auf Buch- und Literaturfestivals in Deutschland zunehmenden

Erfolg hat. Über kulturelle und soziale Grenzen hinweg kommen Menschen in einer kleinen Gruppe zusammen und sprechen gemeinsam vor Ort über gelesene Literatur. Nach zwei Sessions in der SLB im vergangenen Jahr – ins Leben gerufen von LIT:potsdam e.V. – möchte der Verein in Kooperation mit der SLB eine regelmäßige Reihe anbieten. Für das Projekt werden noch Fördermittel benötigt. Ziel ist es, im Herbst 2020 zu starten.

Auch für die jungen Bibliotheksnutzer und Bibliotheksnutzerinnen wurde das Angebot erweitert. Ein neues, interaktives Format bereitet Neuntklässler unter bibliothekarischer Anleitung auf die Facharbeit vor. Am Tablet entdecken die Schülerinnen und Schüler mit Tutorial-Videos, digitalen Arbeitsblättern und einem Quiz die Bibliothek.

Wer Rätsel und Literatur mag, ist in dem neuen Escape Room der Stadt- und Landesbibliothek richtig. Unter dem Motto „Sherlock Holmes: Saving the Queen“ können junge Erwachsene ab 18 Jahren einen fiktiven Kriminalfall lösen, bei dem die britische Königin während ihres Besuchs in Potsdam gerettet werden muss. Konzipiert wurde das Rätsel-Spiel für 3 bis 5 Personen und max. 60 Minuten Dauer. Zum Welttag des Buches, am 23.April 2020 wird es zwei Durchläufe um 16 Uhr und um 17.30 Uhr geben. Die Teilnahme ist kostenlos.

Bibliothek unterstützt Klimaschutz-Masterplan der Stadt

Mit einer sogenannten „Bibliothek der Dinge“ möchte die Stadt- und Landesbibliothek Potsdam ab Herbst 2020 starten. Nutzerinnen und Nutzer sollen zusätzlich zu den Medien praktische Dinge für den Alltag oder die Freizeit ausleihen können – etwa Werkzeug für die nächste Reparatur oder eine Nähmaschine. Gegenstände, die man nur einmal oder selten braucht. „Bibliotheken sind im Grunde schon immer ein Teil der Sharing-Economy gewesen, weil sie Medien entleihen und Wissen teilen“, sagt Marion Mattekat, Direktorin der SLB. „Die Bibliothek der Dinge soll zum Ausleihen statt zum Kauf anregen und somit zu mehr Nachhaltigkeit und bewusstem Konsum beitragen.“ Ein Konzept dafür wird in den nächsten Monaten entwickelt.

Zudem soll ab Juni 2020 eine „Umweltbibliothek“ eingerichtet werden. In dem Bereich finden Nutzerinnen und Nutzer alle Medien thematisch gebündelt. Bereits

seit 2014 findet in der SLB monatlich das Repair-Café in Kooperation mit dem Wissenschaftsladen Potsdam statt. Mit diesen Maßnahmen unterstützt die SLB in ihrem Rahmen die Ziele des „100% Klimaschutz – Masterplan für Potsdam 2050“.

Die Zweigbibliothek am Stern wird modernisiert

Im Rahmen des Integrierten Entwicklungskonzeptes „Soziale Stadt Stern / Drewitz – Fortschreibung 2019“ ist zudem die Weiterentwicklung der Zweigbibliothek am Stern geplant. Ab März 2020 wird gemeinsam mit einer Expertin ein sogenannter Design Thinking-Prozess angestoßen. Ein Konzept, bei dem die Bedürfnisse der Nutzenden bei der Planung im Vordergrund stehen. „Genauso wie die Hauptbibliothek im Jahr 2013 sind die Stadtteilbibliotheken zu modernisieren und den Bedürfnissen der Zeit anzupassen. Das Projekt ist ein guter Start. Der Umgestaltungsprozess am Stern soll zeigen, welche Potenziale für den Stadtteil herausgeholt werden können,“ so Marion Mattekat.

Der zweijährige Kreativ-Prozess wird gemeinsam mit der Landeshauptstadt Potsdam unter der Federführung von „Stadtkontor – Gesellschaft für behutsame Stadteinwicklung mbH“ durchgeführt. Erste Ideen sollen am 5. September 2020 bei dem Stadtteilfest Stern vorgestellt werden. Daraus wird sich ein neues Bibliothekskonzept ableiten, das die Grundlagen für die nachfolgende Umgestaltung bildet. Im Zuge dessen ist 2020 auch die überfällige Umstellung auf die Selbstverbuchung in den Stadtteilbibliotheken Stern und Waldstadt geplant, die in der Hauptbibliothek bereits seit 2008 im Einsatz ist.

Weitere Highlights:

Nach dem Erfolg im letzten Jahr bieten wir jetzt drei Termine für die Langen Lernabende Abitur an: 30.03./ 06.4./ 20.04.

• 19.03. Zur Brandenburgischen Frauenwoche: Buchvorstellung „Getauschte Heimat – Ein Jahr zwischen Berlin und Tel Aviv“

• 17.04. Lesung mit Ingo Schulze und seinem neuen Roman „Die rechtschaffenen Mörder“

• 23.04. SAITENWEISE – LITERATUR & MUSIK IM DUETT mit dem ersten Roman des Schauspielers und Autor Hanns Zischler „Der zerrissene Brief“

Pascale Hugues zu Gast in der Stadt- und Landesbibliothek zum Deutsch-Französischen Tag

Zum dritten Mal veranstaltet der Freundeskreis Potsdam – Versailles e.V. einen „Deutsch – Französischen Tag“ in Potsdam. In diesem Jahr findet er am Mittwoch, 22. Januar 2020 um 19 Uhr in der Stadt- und Landesbibliothek statt. Zu einer Soirée hat der Freundeskreis die bekannte Journalistin und Autorin Pascale Hugues eingeladen, die in Berlin lebt und seit 1989 als Korrespondentin in Deutschland arbeitet, zunächst für die Zeitung «Libération», heute für das Magazin «Le Point». Sie schreibt auch für deutsche Zeitungen, ist unter anderem Kolumnistin des «Tagesspiegels».

Pascale Hugues wird aus ihrem Buch „Deutschland á la francaise“ lesen, über die kleinen Unterschiede zwischen Deutschland und Frankreich plaudern, aber auch das letzte Jahr Revue passieren lassen, das Frankreich (und uns) bewegt hat: der Brand von Notre Dame, der Tod des ehemaligen Präsidenten Chirac, der Protest der Gelbwesten und die aktuellen Streiks gegen die Rentenreform – kurz: „Französische Zustände“, wie Heinrich Heine es einmal ausgedrückt hat.

Aus Krankheitsgründen musste der ursprünglich angekündigte Autor Manfred Flügge absagen.

Am 22. Januar hatten De Gaulle und Adenauer 1963 den Deutsch – Französischen Freundschaftsvertrag (Elysee – Vertrag) unterzeichnet und damit einen Schlussstrich unter eine Gegnerschaft zwischen Deutschland und Frankreich gezogen, die innerhalb von 70 Jahren zu drei Kriegen geführt hatte.

Der Elysee – Vertrag setzte nicht nur auf neue politische und wirtschaftliche Beziehungen. Für eine nachhaltige Aussöhnung und einen dauerhaften Frieden sollten sich vor allem die Menschen beider Länder begegnen. „Seither hat sich viel getan – und man kann sagen, keine zwei Länder dieser Erde sind so eng freundschaftlich verbunden wie Deutschland und Frankreich, auch wenn die Politik bisweilen nicht sehr harmonisch wirkt. Daran wollen wir mit dem „Deutsch – Französischen Tag“ erinnern.“, so die Vorsitzende des Freundeskreises Potsdam – Versailles e.V., Jutta Michelsen.

Die Städtepartnerschaft Potsdam – Versailles besteht seit 2016 und hat sich dynamisch entwickelt. Bürgerbegegnungen, Schulpartnerschaften, Vereinskontakte und zahllose persönliche Freundschaften sind in kurzer Zeit entstanden. Das soll einmal im Jahr gewürdigt und gefeiert werden.

Eintritt frei
Ort: Bildungsforum, Veranstaltungssaal

Lunchpaket im Bildungsforum : Besinnliches zur Weihnachtszeit

In der beliebten Mittagsreihe LUNCHPAKET gibt es am Mittwoch, 11. Dezember um 12.30 Uhr eine vorweihnachtliche Lesung.

„Alle Jahre wieder …“ treffen sich Menschen in sinnlicher Atmosphäre und feiern das Ritual des Weihnachtsfestes. Bei diesem Lunchpaket begibt sich der Schauspieler Henning Strübbe mit Ihnen auf eine stimmungsvolle Reise durch die Literatur der Advents- und Weihnachtszeit. Er liest Berührendes und Nachdenkliches.

Mit der Veranstaltungsreihe LUNCHPAKET präsentieren die Stadt- und Landesbibliothek (SLB), die Volkshochschule (VHS) und die Wissenschaftsetage (WIS) im Bildungsforum Potsdam immer am zweiten Mittwoch im Monat um 12.30 Uhr bis 13.15 Uhr ein Mittagspausenprogramm mit kulturellen und kulinarischen Häppchen aus den Bereichen Musik, Lesung, Bewegung, Digitales und Wissenschaft.

Eintritt: 5 Euro inkl. Mittagsimbiss
Ort: Bildungsforum, EG, Veranstaltungssaal

Für Buchästheten, Literaturliebhaber und Fontane-Verehrer Buchmesse, Ausstellungseröffnung und öffentliche Fontane-Führung in der Stadt- und Landesbibliothek

Am Samstag, 30. November 2019 kommen alle Buch- und Literaturliebhaber auf ihre Kosten. Bereits zum zweiten Mal findet in der Stadt- und Landesbibliothek die Messe „Schöne Bücher aus Brandenburg“ mit insgesamt 17 Verlagen statt, die wieder Außergewöhnliches, Feines und Eigenes zeigen, nämlich schöne Bücher und Buchkunst, jenseits der Massenware. Mit dabei sind unter anderem der Potsdamer Vacat Verlag, die Papierwerke Niederfinow, Edition Schwarzdruck aus Gransee und Edition Zwiefach aus Groß Glienicke – um nur einige zu nennen.

Die Schau lädt ein zum Stöbern, Blättern und Kaufen, wo sicher das eine oder andere Geschenk zu Weihnachten zu finden ist.

Als Rahmenprogramm gibt es außerdem um 11 Uhr eine thematische Führung anlässlich des nahenden 200. Fontane-Geburtstages unter dem Motto „Uns gehört nur die Stunde…Theodor Fontane und die Sammlung Brandenburgica“. Die Leiterin der Brandenburgica der Bibliothek, Marlies Sell, gibt Einblicke in den vielfältigen Bestand von Fontane-Publikationen.

Zum Ausklang wird dann am Nachmittag um 15 Uhr die Ausstellung mit typografischen Plakaten im Foyer eröffnet. Die Gruppe Typoesie, die aus Text- und Schrift-Gestalterinnen besteht, präsentiert A1-Plakate mit Lesetexten und Schriftbildern zu Texten von und über Frauen, zum Beispiel Emily Dickinson, Joan Didion, Mascha Kaléko, Antje Rávik Strubel, Christa Wolf und Virginia Woolf.

Typoesie sind die Kommunikationsdesignerinnen Corinna Babylon, Claudia

Collasch, Astrid Farmer, Tonja Heilmeyer, Jule Kienecker und Betina Müller.

Weitere Informationen unter www.bibliothek.potsdam.de

Warum leuchtet die Pizza im Dunkeln?

Ein kreatives Leseförderungsprojekt für einheimische und geflüchtete Kinder

Am Freitag, 22. November 2019, findet um 14:30 Uhr in der Stadt- und Landesbibliothek (SLB) im Bildungsforum Potsdam in
Anwesenheit der Beigeordneten für Bildung, Kultur, Jugend und Sport Noosha Aubel und aller Projektpartner
die Abschlussveranstaltung der Kinder mit einer festlichen Film- und Buchpremiere statt.

15 Kinder waren in den Oktoberferien auf den Spuren des italienischen Meisterkochs Giovanni di Barbarello, der vor vielen Jahrhunderten ein magisches Kochbuch verfasst hatte, mit dem Friedrich Wilhelm IV. z.B. in der Orangerie seine Angebetete eroberte, Feinde verscheuchte, Spione enttarnte und allerlei Wundersames vollbracht hatte. Leider ist dieses zauberhafte Kochbuch verschwunden.

Die Kinder zwischen 8 und 12 Jahren waren deshalb in der Projektwoche auf der Suche im Park Sanssouci, im Orangerie-Schloss und der Schlossküche nach Spuren, Zutaten und Indizien und erfanden neue magische Rezepte mit italienischen und wundersamen Zutaten. Dazu gestaltete jedes Kind in der Art der jahrhundertealten Tradition der Buchillustration sein Rezept auf einer Buchseite und beschrieb die magische Wirkung.

Am Ende entstand ein neues, magisches Kochbuch. Das Original bleibt behütet und verschlossen in der Sammlung Brandenburgica der SLB in Potsdam verwahrt.

Fünf Tage wurde für das neue magische Kochbuch gearbeitet – künstlerisch und literarisch. Gemeinsam mit der Kinderbuchautorin Marikka Pfeiffer, dem Museumspädagogen Michael Adam und der Potsdamer Filmemacherin Kristina Tschesch wurde geschrieben, gezeichnet, gefilmt, diskutiert, geklebt, collagiert, fotografiert, gefilmt, gedruckt.
Alles für das große, eigene magische Kochbuch.

Marikka Pfeiffer ist vom Projektergebnis der Kinder begeistert: „Es sind so wunderbare magische Rezepte entstanden. Ob nun Unsichtbare Nudeln oder Löwenhaar-Pizza, Troll-Tortellinos oder Langes-Leben-Gelato – Die magischen Zutaten zu den neuen Rezepten zeigen die Neugier und die Abenteuerlust der Kinder und haben so ein fantasievolles Bild-Wort-Kunstwerk entstehen lassen.“
Die Potsdamer Catering-Köchin Christine Wolf gestaltet für das Premieren-Büfett einzelne magische Rezepte der Kinder als lukullische Überraschung.

Die entstandene Filmdokumentation von Kristina Tschesch hat am 22. November 2019 ihre Premiere und ist dann auf YouTube unter dem Titel “Warum leuchtet die Pizza im Dunkeln?” anzuschauen.

Ein Gemeinschaftsprojekt der SLB, der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten, der RAA Potsdam und des Fröbelhorts “Sausewind” Potsdam im Rahmen der Förderung von “Kultur macht stark! – Bündnisse für Bildung” der Projektreihe “Total Digital! – Lesen und digitale Medien” vom Deutschen Bibliotheksverband e.V.

Ronald Gohr

Eine menschliche Bibliothek zum Tag der Toleranz

Stadt- und Landesbibliothek bietet am Samstag die Aktion „Lebendige Bücher“ an

Eine besondere Aktion findet am Samstag, 16. November 2019 zwischen 11 und 15 Uhr – zum„Tag der Toleranz“ in der Stadt- und Landesbibliothek statt. Unter dem Motto „Lebendige Bücher – lass uns reden!“ stellen sich Menschen mit außergewöhnlichen Berufen, unterschiedlichen kulturellen und religiösen Identitäten oder mit einer besonderen Lebensweise zu Gesprächen zur Verfügung. Sie bilden die „menschliche Bibliothek“ an diesem Tag. Das heißt, die Bibliotheksbesucher können aus dem zusammengestellten Beschreibungskatalog einen dieser Gesprächspartnerinnen und Gesprächspartner auswählen und ihn oder sie zu einem individuellen Gespräch „ausleihen“. Ziel ist es, in den Austausch miteinander zu kommen, über eventuelle Vorurteile aufzuklären und die Besucher zum Nachdenken anzuregen. Die Initiatorin ist Beatriz Naghieli Ramirez Ogando, die an der Universität Potsdam gerade an ihrer Promotion im Fach Romanitistik schreibt und bereits in der Universität gemeinsam mit
anderen Studenten eine solche Aktion organisiert hat. Sie sagt dazu: „Indem die Menschen miteinander sprechen und nicht übereinander, können Klischees und Vorurteile abgebaut werden. Damit fängt Toleranz an.“
Wer die „menschliche Bibliothek“ kennenlernen möchte, kann ohne Anmeldung vorbeikommen und seine Fragen an die “lebendigen Bücher” stellen. Mit dabei sind: ein Gefängnispsychologe, eine Inklusions-Schülerin, ein Orthopädiemechaniker, eine durch Deutschland reisende Jüdin, eine Lernbotschafterin und eine Projektleiterin, die in der Grundbildung tätig sind, eine
Vermittlerin für Menschen, die neu in Deutschland angekommen sind, eine Diversity Agentin, eine Seenotrettungsaktivistin, ein Künstler. Der Treffpunkt ist im Foyer; Anmeldungen sind nicht notwendig.
Weitere Informationen sind online zu finden unter www.bibliothek.potsdam.de.