31.000 Berliner Haushalte im Dunkeln

Berlin (dpa) Bei 31 000 Haushalten und 2000 Gewerbebetrieben in Berlin ist am Dienstagmittag der Strom ausgefallen. Ab etwa 14.00 Uhr waren der Bezirk Köpenick und Teile von Lichtenberg betroffen, wie der Energiekonzern Vattenfall mitteilte. Grund für den Blackout sind Bauarbeiten an der Salvador-Allende-Brücke. Wie ein Sprecher der Senatsverwaltung am Abend sagte, habe „eine Bohrung die wichtige Stromleitung zerstört“.

Der Energiekonzern Vattenfall arbeite zusammen mit der Baufirma „mit Hochdruck“ an der Reparatur. „Die Arbeiten werden voraussichtlich bis in die Nacht dauern“, erklärte der Senatssprecher. Erste Schätzungen waren davon ausgegangen, dass der Stromausfall bis etwa 3.00 Uhr behoben sein könnte.

Nach Angaben der Feuerwehr sind in Köpenick und Lichtenberg teilweise auch der Mobilfunk und das Festnetz von dem Ausfall betroffen. Bürger wird in Notfällen geraten, sich direkt an die nächstgelegene Feuerwache oder Polizeidienststelle zu wenden. Auch ein Krankenhaus liegt in dem betroffenen Gebiet.

Der großflächige Stromausfall hat auch Auswirkungen auf das Verkehrsnetz. Die Verkehrsinformationszentrale Berlin teilte auf Twitter mit, dass zahlreiche Ampelanlagen außer Betrieb seien. Auch bei der BVG kam es zu Unterbrechungen verschiedener Tramlinien.

Die Salvador-Allende-Brücke in Treptow-Köpenick ist derzeit wegen Bauarbeiten komplett für Autos gesperrt. Normalerweise ist sie eine der meistbefahrenen im Südosten der Stadt. Radfahrer und Fußgänger können die Brücke weiter nutzen.

Schon seit Jahren wird die Brücke über die Müggelspree abgerissen und saniert. Bislang war aber noch ein Teil befahrbar, während der andere saniert wurde.

Einheitsfeier in Potsdam kostet zweistelligen Millionenbetrag

Potsdam – Zu der zentralen Einheitsfeier zum 30. Jahrestag der deutschen Wiedervereinigung im kommenden Jahr werden zwischen 400.000 und 600.000 Gäste in Potsdam erwartet. Das sagte Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) am Dienstag in Potsdam. Das Land rechnet mit Kosten von 3,5 Millionen Euro allein für das Programm und weiteren acht bis neun Millionen Euro für die nötigen Sicherheitsmaßnahmen wie etwa Polizeischutz, erläuterte Landesfinanzminister Christian Görke (Linke) vor Pressevertretern.

Staatskanzleichef Martin Gorholt, Potsdams Oberbürgermeister Mike Schubert und Stadtkämmerer Burkhard Exner (alle SPD) unterzeichneten im Potsdamer Rathaus eine Vereinbarung zur Zusammenarbeit von Stadt und Land bei der Vorbereitung auf das Großereignis. Zuvor hatte sich die brandenburgische Regierung bei dem Format „Kabinett vor Ort“ mit der Stadtspitze zur Situation in der Landeshauptstadt ausgetauscht.

Am 3. Oktober 2020 erwartet die Besucher laut Oberbürgermeister Mike Schubert (SPD) eine Festmeile in der Potsdamer Innenstadt. Zwischen Lustgarten, Freundschaftsinsel und Altem Markt werden sich demnach unter anderem alle Bundesländer präsentieren können. Auch der vom Kanu Club Potsdam ausgerichtete Kanalsprint, für den jährlich im Herbst der Stadtkanal in der Yorckstraße geflutet wird, soll in die Feierlichkeiten integriert werden. Zudem wird es unter anderem einen ökumenischen Gottesdienst, einen Festakt und einen Empfang des Bundespräsidenten geben. Wie berichtet hat auch die Stadt Ausgaben in Höhe von 400.000 Euro eingeplant.

Das 30. Jubiläum der Wiedervereinigung werde man zum Anlass nehmen, um den Besuchern zu zeigen „wie die Stadt, das Land und ganz Ostdeutschland“ sich seit dem Mauerfall entwickelt hat, sagte Ministerpräsident Woidke. Brandenburg sei als Vorsitzland im Bundesrat turnusgemäß mit der Ausrichtung der Feierlichkeiten beauftragt. Potsdam war bereits 2005 Kulisse für die damals 15. Einheitsfeier der Republik, die sich über drei Tage erstreckte.

Musikparade zum Einheits-Tag im Jahr 2005.Foto: Manfred Thomas

Thema beim Kabinettsbesuch in Potsdam waren auch die Herausforderungen des anhaltenden Wachstums der Stadt. Potsdam habe sich seit der Jahrtausendwende gut entwickelt, sagte Woidke. Heute sei die Frage der sozialen Zusammenhaltes, des Ausgleichs zwischen arm und reich und der Versorgung mit sozialem Wohnraum aber eine große Herausforderung. Das Land wolle Potsdam dabei weiter unterstützen.

Finanzminister Görke verwies unter anderem auf die vom Land mitgetragene Offensive im Sozialwohnungsbau: Derzeit befänden sich in Potsdam 870 geförderte Wohnungen unter anderem in Drewitz, Bornstedt und der südlichen Innenstadt im Bau. Das Land habe dafür insgesamt rund 81,4 Millionen Euro bereitgestellt.

Oberbürgermeister Schubert zeigte sich erfreut über eine neue Arbeitsgruppe, in der Fragen der Nutzung von Landesflächen, auch in Naturschutzgebieten, künftig abgestimmt werden können. Der Landtag hatte 2018 beschlossen, dass Kommunen nicht genutzte Landesflächen unentgeltlich für Schul- und Kitabau nutzen können. Wichtig sei die Unterstützung des Landes auch bei Investitionen in das landesweit tätige städtische Bergmann-Klinikum, sagte Schubert.

https://www.pnn.de/potsdam/jubilaeum-in-der-landeshauptstadt-einheitsfeier-in-potsdam-kostet-zweistelligen-millionenbetrag/24015176.html

Unbekannte überwältigen Laster-Fahrer

Zwei Autotransporter-Fahrer (44 und 43 Jahre alt) aus Polen wurden in der Nacht auf Montag bei ihrer Rast auf dem Parkplatz Schwielowsee an der A 10 gegen sechs Uhr von einem Klopfen an der Beifahrertür geweckt. Zwei Unbekannte riefen in gebrochenem Deutsch die Worte „Polizei“ und „Kontrolle“.

War einer der Täter bewaffnet?

Dem 44-Jährigen schien es, als würde einer der beiden nach einer Waffe greifen, während der andere die Beifahrertür öffnete, den 43-Jährigen aus dem Auto zog und anschließend zu Boden warf. Dann griff der Täter nach Jacken, Taschen und Geldbörsen, die im Führerhaus lagen und entnahm daraus Bargeld in vierstelliger Höhe. Beide Angreifer flüchteten im Anschluss daran zu Fuß in Richtung der Parkplatzeinfahrt.

Die Unbekannten waren vermummt

Die Opfer des Raubes beschrieben beide Angreifer als etwa 1,70 Meter groß und dunkel gekleidet. Sie trugen Mützen und hatten ihre Gesichter halb vermummt. Hinweise an die Polizei bitte unter Telefon 03381/80 49 27 01. Auch das Bürgerportals kann unter www.polizei.brandenburg.de genutzt werden.

Von MAZonline

Raub auf der Autobahn (Landkreis Potsdam-Mittelmark, Bundesautobahn 10, zwischen der Anschlussstelle Glindow und dem Autobahndreieck Werder, Parkplatz Schwielowsee in Fahrtrichtung Frankfurt (Oder))

Zwei polnische Fahrer (44 und 43 Jahre alt) eines Autotransporters verbrachten die Nacht von Sonntag auf Montag auf dem Parkplatz Schwielowsee, als sie gegen kurz nach sechs Uhr von einem Klopfen an die Beifahrertür geweckt wurden. Zwei unbekannte Männer standen vor der Tür und riefen in gebrochenem Deutsch die Worte Polizei und Kontrolle. Dem 44-Jährigen schien es, als würde einer der beiden Unbekannten nach einer Waffe greifen, während der andere die Beifahrertür öffnete. Dieser Täter schlug dann unvermittelt auf den 43-Järhigen Beifahrer ein, zog diesen aus dem Fahrzeug und brachte ihn neben dem Transporter auf den Boden. Anschließend griff der Täter nach Jacken, Taschen und Geldbörsen, die im Führerhaus lagen und entnahm daraus Bargeld in vierstelliger Höhe. Beide Angreifer flüchteten im Anschluss unerkannt zu Fuß in Richtung der Parkplatzeinfahrt. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen übernommen und sucht Zeugen der Tat. Die Opfer des Raubes beschrieben die beiden Angreifer als ca. 170 cm groß, dunkel und mit Mütze gekleidet. Sie hatten ihre Gesichter halb vermummt und sprachen in gebrochenem Deutsch.

Zeugen, die sachdienliche Hinweise geben können, wenden sich bitte an die Polizei unter 03381 8049 2701 oder nutzen die Hinweisfunktion des Bürgerportals unter diesem Artikel.

Montag, 18. Februar 2019, 06:05 Uhr

Nach Bedrohung vorläufig festgenommen (Landeshauptstadt Potsdam, Telegrafenberg)

Am Montagabend wurde die Polizei zum Wissenschaftspark gerufen, da dort ein Mitarbeiter von einem Unbekannten bedroht wurde. Wie sich herausstellte, wurde der Mitarbeiter auf dem Gelände von einem Mann angesprochen und aufgefordert Geld herauszugeben. Als er dieser Aufforderung nicht nachkam, sondern weiterlief, bedrohte der Täter den Mitarbeiter mit Worten. Der Geschädigte verständigte sodann die Polizei, der Täter verließ jedoch den Ort. Aufgrund der markanten Personenbeschreibung wurde der Tatverdächtige etwa eine Stunde später im Bereich des Hauptbahnhofes festgestellt. Im Zuge der Ermittlungen stellte sich heraus, dass er bereits am Montagnachmittag, gegen 14:55 Uhr,  in einem Lebensmittelgeschäft im  Kirchsteigfeld einen Ladendiebstahl begangen hatte. Der 24-jährige Schwede wurde vorläufig festgenommen. Nach erkennungsdienstlichen Maßnahmen und der Vernehmung des Mannes, wurde er in Absprache mit der Staatsanwaltschaft, da keine Haftgründe vorlagen, wieder entlassen.

Montag, 18.02.2019, 17:37 Uhr

Spende für Instrumente zur Musiktherapie

Die Spendenaktion der Initiative „Die Region hilft helfen“ kommt in diesem Jahr dem Sozialpädiatrischen Zentrum (SPZ) in Potsdam zugute. Insgesamt 8000 Euro sind durch viele kleine, aber auch ein paar große Spenden zusammengekommen. Am Montag übergaben der Sänger Alexander Knappe, der Schauspieler Christian Ulmen und Alla Sivunic vom Freundes- und Förderkreis Klinikum Ernst von Bergmann die ersten Instrumente an die SPZ-Leiterin Mona Dreesmann und die Musiktherapeutin Sabine Stein.

Kauf von Instrumenten für Therapie wird unterstützt

„Mit Musik können Phänomene oder Gefühle entstehen, die es nirgendwo sonst gibt“, sagte Thomas Erler, Chefarzt der Klinik. Musiktherapie kann im Rahmen einer ganzheitlichen Therapie bei Kindern eingesetzt werden. Sie wird fast immer gut angenommen, da Musik bei eigentlich jedem großen und kleinen Menschen auf „offene Ohren“ stößt. Und geht von den Ohren direkt in die Seele und erzielt positive Effekte in der Therapie. Die jährliche Spendenaktion war 2015 ins Leben gerufen worden.

Von MAZonline

Bloß nicht zu früh freuen

Berlin (MOZ) Das ging ja flott: Erst vor wenigen Tagen hat die SPD ihr Sozialstaatskonzept vorgelegt, nun gehen ihre Werte gleich in drei Umfragen in die Höhe. Es soll Genossen geben, die angesichts solcher Werte schon eine Trendumkehr ausmachen wollen. Sie sollten aber erst einmal durchatmen. Aus drei Gründen.

Erstens: Niemand weiß, was genau wir da eigentlich sehen. Wenn Statistiker in der Sonntagsfrage zwei Prozentpunkte mehr messen, dann kann es einen Anstieg gegeben haben. Genauso gut lässt sich solch eine Entwicklung aber durch Ungenauigkeiten erklären. In diesem Fall liegt die Vermutung zwar nahe, dass sich die Ausschläge aus den programmatischen Impulsen der letzten Zeit erklären lassen. Ob das aber wirklich der Beginn eines Trends ist, dürfte – zweitens – alles andere als ausgemacht sein. Bislang lässt sich an den Umfragen nur ablesen, wie sprunghaft Umfragen eben so sind.

Doch selbst wenn die Umfragen aussagekräftig sind, dann ergibt sich für die SPD prompt ein drittes Problem. Ihr Wachstum geschieht auf Kosten der Linkspartei oder der Grünen. In der Summe bleibt das linke Lager stabil in der Minderheit. Klar ist aber auf jeden Fall: Von dort aus wird sie ihr Sozialstaatskonzept nicht verwirklichen können.

Die guten Geister von Netzen: Dorf- und Feuerwehrverein sucht Nachwuchs

Der Dorf- und Feuerwehrverein in Netzen startete mit der Jahreshauptversammlung in sein Jubiläumsjahr. „Vor 20 Jahren wurden der Verein erst einmal nur zur Unterstützung der Feuerwehr gegründet“, sagt der Vorsitzende Jens Wiedecke. Für die Erweiterung um den Zusatz Dorfverein, haben sich die Mitglieder erst vor zwölf Monaten entschieden.

„Wir wollen damit auch mehr Netzener davon überzeugen bei uns mitzumachen, denn wir kümmern uns ja nicht nur um die Feuerwehr, sondern haben das ganze Dorf im Blick“, sagt Wiedecke. In der Vorbereitung zur Versammlung hat er zum Taschenrechner gegriffen, um den Altersschnitt der 39 Mitglieder zu bestimmen.

„Ich bin dabei auf 49,8 Jahre gekommen.“ An Engagement mangelt es im Verein zwar nicht. „Aber wir würden uns wünschen, dass einige neue Mitglieder aus der jüngeren Generation unseren Altersschnitt ein bisschen nach unten bewegen“, sagt Wiedecke.

Viele gute Taten im vorigen Jahr

Die stellvertretende Vereinsvorsitzende Solveig Müller zog in Jahresbericht für 2018 eine positive Bilanz. „Die von uns organisierten Veranstaltungen sind erfolgreich gelaufen.“ Besonders zum Kartoffelfest wurde es voll. „Ich habe vor lauter Menschenmassen vom großen Kartoffelfeuer gar nicht viel gesehen“, erinnerte sich Müller.

Etabliert hat sich inzwischen auch das Neptunfest, dass zum 3. Mal in Folge viele Gäste an die Badestelle am Netzener See lockte. Der Dorf- und Feuerwehrverein hat kleine und große Veranstaltungen für jede Jahreszeit in den Dorfkalender eingeschrieben.

Los geht es wieder am 27. April mit dem Angrillen am Gerätehaus der Feuerwehr, zu dem alle Netzener eingeladen sind.

Vereinsmitglieder unterstützen die aktive Wehr

Unterstützung vom Verein gibt es weiterhin für die aktive Wehr. „Vor zwei Jahren haben wir durch finanzielle Mittel mitgeholfen, die Beziehung zur Netzener Partnerfeuerwehr im polnischen Dabcze wieder zu beleben“, sagt Jens Wiedecke. Im jährlichen Wechsel machen sich die Kameraden auf den Weg zum Besuch bei den Freunden.

Diese Verbindung zieht inzwischen auch weitere Kreise. Die Grund- und Gesamtschule in Lehnin pflegt seit einigen Jahren eine Partnerschaft zur Schule in Dabcze. „Im letzten Jahr waren die polnische Schüler in der Gemeinde zu Gast und wir haben sie bei einem Grillabend am Feuerwehrgerätehaus begrüßt.“

Interessante Projekte für 2019 im Blick

Mit dem Blick auf das ganze Dorf haben die Mitglieder einige Projekte ins Auge gefasst. Zum einen soll in diesem Jahr eine gemeindeeigene kleine Scheune gegenüber des Feuerwehrgerätehauses so weit hergerichtet werden, dass die vom Netzener Bastler Arnold Kelle gefertigten Modelle alter Bauernhäuser dort ein Platz finden können.

„Wir wollen uns auch um den Spielplatz kümmern, der ebenfalls in unserer unmittelbaren Nachbarschaft im Dorfzentrum liegt“. kündigt Wiedecke an. Die Spielgeräte haben schon bessere Tage gesehen, sind sich die Vereinsmitglieder einig. „Deshalb wollen wir uns um Fördermittel bemühen und in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Kloster Lehnin möchten wir zwei, drei neue Spielgeräte anschaffen, die auch gerne wieder aus Holz sein sollen“, sagt Wiedecke.

Zudem soll künftig mit einem Zaun den Spielplatz einfrieden, um Hunde und Katzen fern zu halten.

Von Christine Lummert

Turm der Garnisonkirche wird schnell an Höhe gewinnen

Potsdam – Fast 14 Jahre nach der Grundsteinlegung für den umstrittenen Wiederaufbau der Garnisonkirche ist am Montag mit dem tatsächlichen Aufmauern des Turmes begonnen worden. Begleitet von Gebeten setzte ein Maurer symbolisch die ersten sieben Ziegel auf dem Grundstück an der Breiten Straße. Bis Ende Mai könnte – je nach Wetterlage – das erste Stockwerk gemauert sein.

Edis-Station wird zum Hingucker

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