Fan stirbt vor Bundesliga-Partie zwischen Hertha und Hannover

Berlin (dpa) Ein 70 Jahre alter Fan ist vor der Partie der Fußball-Bundesliga zwischen Hertha BSC und Hannover 96 gestorben.

Der Mann sei noch vor Stadionöffnung zusammengebrochen und trotz einer Behandlung durch den Notarzt gestorben, wie der Berliner Club am Ostersonntag mitteilte. “Unsere Gedanken sind bei der Familie und allen Angehörigen des Verstorbenen”, hieß es in dem Tweet des Vereins weiter. Zur Todesursache machte Hertha zunächst keine Angaben. Der Tabellenletzte Hannover musste am Sonntagabend in Berlin antreten.

Auf dem Brauhausberg bleibt das Wasser kalt

Potsdam – Ab kommenden Mittwochabend bleiben am Brauhausberg, rund um den ehemaligen Landtag, die Heizung und das Wasser für rund zwölf Stunden kalt.

Grund der Unannehmlichkeiten ist die Umverlegung einer Fernwärmeleitung für den Wohnungsneubau in der Leipziger Straße. Zur Bewerkstelligung muss die Energie und Wasser Potsdam die Fernwärmeversorgung für die Raumheizung sowie für die Warmwasserbereitung von Mittwochabend, 24. April 2019, um 22 Uhr bis Donnerstagmorgen, 25. April 2019, 9:30 Uhr unterbrechen.

Wie die EWP mitteilte, sind folgende Straßen von dieser Fernwärmeunterbrechung betroffen:

  •     Albert-Einstein-Straße 1 bis 9A (inklusive der Heinrich-Mann-Allee 5-6)
  •     Altstadtblick 1 bis 4
  •     Am Havelblick 5
  •     Am Speicher 5
  •     Brauhausberg 1, 10 und 34
  •     Max-Planck-Straße 13

Auch das blu wird aufgrund der Bauarbeiten am Donnerstagmorgen erst um 10 Uhr öffnen.

https://www.pnn.de/potsdam/fernwaermeversorgung-unterbrochen-auf-dem-brauhausberg-bleibt-das-wasser-kalt/24241172.html

Brauhausberg ist eine Nacht lang ohne Heizung und Warmwasser

Eine Nacht lang müssen Anwohner am Brauhausberg ohne Heizung und Warmwasser auskommen. Für den Wohnungsbau in der Leipziger Straße wird eine Fernwärmeleitung verlegt. Die Energie und Wasser Potsdam muss deshalb die Fernwärmeversorgung vom 24. April, 22 Uhr, bis 25. April, 9.30 Uhr, unterbrechen.

Betroffen sind: Albert-Einstein-Straße 1-9A, Heinrich-Mann-Allee 5-6, Altstadtblick 1-4, Am Havelblick 5, Am Speicher 5, Brauhausberg 1, 10 und 34 sowie Max-Planck-Straße 13. Das „blu“ öffnet am nächsten Donnerstag erst um 10 Uhr.

Von MAZonline

Neue Mitarbeiter wandern aus Berliner Gefängnissen ab

Berlin (dpa) Der Hauptstadt laufen nach Einschätzung der Gewerkschaft Strafvollzug neu ausgebildete Mitarbeiter für die Gefängnisse weg.

Ein Teil gehe sofort nach der Ausbildung in andere Bundesländer oder zum Bund, weil dort besser bezahlt werde, sagte der Landesvorsitzende Thomas Goiny der Deutschen Presse-Agentur. Allein in diesem Jahr seien schon zwölf neue Bedienstete abgewandert. “Es gibt einen regelrechten Kampf um das Personal.” Geboten werde demnach mehr Geld schon zum Einstieg – bei einer niedrigeren Besoldungsstufe. Das sei etwa in Brandenburg oder beim Zoll so.

“Wir bilden gut aus, aber für andere. Wenn es bei der Bezahlung in Berlin nicht deutlich vorangeht, wird die Situation noch dramatischer”, sagte Goiny in Richtung des rot-rot-grünen Senats. Die vorgesehene höhere Besoldung reiche nicht. Außerhalb Berlins würden neue Justizmitarbeiter mit bis zu 600 Euro brutto mehr anfangen.

Nach Angaben der Gewerkschaft sind in Berlin derzeit knapp 300 künftige Bedienstete in verschiedenen Lehrgängen. Doch bislang sei zwischen einem Viertel und einem Drittel der Neuen aus Berlin abgewandert. Nach Jahren des Sparens bildet Berlin jetzt wieder verstärkt aus. Laut Goiny meldeten sich aber auch viele ungeeignete Bewerber.

Verschärft werde das Problem noch dadurch, dass zunehmend Bedienstete aus den Berliner Gefängnissen in den Ruhestand gehen, so der Landeschef. Viele von denen, die da sind, arbeiteten am Anschlag und fühlten sich ausgebrannt. Allein im Vorjahr mussten laut Goiny 28 Bedienstete wegen gesundheitlicher Probleme vorzeitig ihre Arbeit aufgeben.

Trotz der neuen Einstellungen fehlen nach Einschätzung der Gewerkschaft 200 Beamte im Strafvollzug. Etwa 1900 Mitarbeiter seien dort derzeit beschäftigt. Laut Justizverwaltung scheiden allein in diesem Jahr knapp 300 Bedienstete wegen ihres Alters aus. Die Gewerkschaft befürchtet, dass mit den geplanten Neueinstellungen nicht einmal diese Lücken geschlossen werden könnten.

Immer wieder müssten gerade in den Männer-Haftanstalten Tegel, Heidering, Plötzensee oder Moabit Hofgänge und Besuchszeiten für Inhaftierte gekürzt werden, weil das Personal nicht reiche. Derzeit sind in Berlin knapp 4000 Täter inhaftiert.

Wiederholt kam es zu Fluchten aus Haftanstalten. Zuletzt gab es im Februar im Gefängnis Heidering eine heftige Schlägerei unter Inhaftierten, bei der auch Bedienstete verletzt worden waren.

Die Bediensteten in den Berliner Gefängnissen brauchten Perspektiven und Wertschätzung, appellierte der Gewerkschafter an die Adresse von Justizsenator Dirk Behrendt (Grüne). “Die Kollegen im Justizvollzug erfüllen eine gesellschaftliche Aufgabe. Da darf niemand wegsehen.”

Nach Angaben der Justizverwaltung von Behrendt werden dringend Bewerber für 84 Ausbildungsplätze im zweiten Halbjahr gesucht. Am 1. März startete eine neue Einstellungskampagne für den Justizvollzugsdienst. Es sei weiter eine Herausforderung, genügend geeignete Bewerber für die anspruchsvolle Tätigkeit in den Gefängnissen zu finden, hieß es.

Wie der Potsdamer Prinz von Preußen zum Bierbrauen kam

16:03 20.04.2019

Daniel Hug, Bankier aus der Schweiz (mit Brille) Georg Friedrich Prinz von Preussen Andreas Mattfeldt, MdB

Daniel Hug, Bankier aus der Schweiz (mit Brille) Georg Friedrich Prinz von Preussen Andreas Mattfeldt, MdB Quelle: Roland Beck

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Umbau des Leipziger Dreiecks beginnt

Potsdam – Auf Autofahrer in Potsdam kommen harte Zeiten zu: Ab Montag, dem 29. April, beginnt der Umbau des Leipziger Dreiecks. Der erste, auf zwei Jahre angelegte Bauabschnitt beinhaltet den Umbau der Friedrich-Engels-Straße für die neue Wendeschleife der Straßenbahn, wie die Stadtverwaltung am Donnerstag mitteilte. Als erste bauliche Maßnahme werde in der Friedrich-Engels-Straße die stadteinwärts führende Busspur vom Busbahnhof bis zur Schlaatzstraße verlängert, damit die Busse dort künftig am Stau vorbeifahren können. Als Bauzeit dafür sind etwa sechs Wochen geplant.

Im Jahr 2020 starte dann das Kernstück des Projektes – die Verlegung der Gleistrasse. Während der Bauzeit werde die Verkehrsführung mehrfach geändert. In der Regel soll pro Richtung eine Fahrspur zur Verfügung stehen.

Fahrbahndecke in der Straße Am Kanal erneuert

Schon in der nächsten Woche wird es in der Straße Am Kanal eng. Ab Dienstag wird dort die Fahrbahndecke erneuert. Zunächst wird deshalb die Fahrbahn Richtung Innenstadt gesperrt und der Verkehr weiträumig umgeleitet. Von der Humboldtbrücke kann nicht links in die Berliner Straße abgebogen werden. In dieser Zeit wird auch an der Kreuzung von Gutenbergstraße und Berliner Straße gebaut.

Ab dem 30. April wird dann die Fahrbahn der Straße Am Kanal in der Gegenrichtung gesperrt, um die Fahrbahndecke zu erneuern. Jeweils samstags sind auch die Straßenbahnlinien 93, 94 und 99 betroffen. Zwischen S-Bahnhof Griebnitzsee/Süd, Fontanestraße und Platz der Einheit sowie zwischen Glienicker Brücke und Platz der Einheit wird ein Schienenersatzverkehr mit Bussen eingerichtet.

Bauarbeiten zwischen Potsdam und Geltow

Ebenfalls ab Dienstag, dem 23. April, wird die Fahrbahndecke auf der Bundesstraße 1 zwischen dem Potsdamer Ortsausgang und Geltow erneuert. Gebaut wird jeweils zwischen 18 und 6 Uhr. In dieser Zeit wird die Straße halbseitig gesperrt und der Verkehr über Richtung Geltow wird über die Forststraße und den Werderschen Damm umgeleitet. Tagsüber wird der Verkehr in beiden Richtungen mit reduzierter Geschwindigkeit durch die Baustelle geführt. 

https://www.pnn.de/potsdam/baustellen-in-potsdam-umbau-des-leipziger-dreiecks-beginnt/24239056.html

Freibadsaison gestartet – Viel Sonne zu Ostern

Berlin (dpa) Zum sonnigen Osterwochenende haben in Berlin die ersten Freibäder geöffnet: Am Wannsee standen am Karfreitagmorgen schon Leute Schlange. Mehr als hundert Gäste kamen bis zum Mittag in das Strandbad, Hartgesottene sprangen direkt ins Wasser. Die Wassertemperatur betrug nach Angaben des Wetter-Informations-Dienst Berlin zum Start der Freibadsaison rund 10 Grad Celsius.

An Land versprach der Deutsche Wetterdienst für das Osterwochenende viel Sonnenschein und Temperaturen von 19 bis 23 Grad in der Hauptstadt und in Brandenburg. “Bei Temperaturen um die 22 Grad steht der Ostereiersuche im Freien nichts entgegen”, sagte eine Meteorologin des Deutschen Wetterdienstes in Potsdam. Auch nachts bleibt es laut der Vorhersage klar, die Temperaturen sinken dann auf knapp über Null.

Auch das Sommerbad Wilmersdorf und das Kreuzberger Prinzenbad sind seit dem Morgen für Besucher geöffnet. Die für den 1. Mai geplante Saisoneröffnung im brandenburgischen Strandbad Wandlitzsee (Barnim) muss dagegen wegen andauernder Arbeiten zur Kampfmittelsuche auf unbestimmte Zeit verschoben werden.

Nach Munitionsfunden bei stichprobenartigen Untersuchungen Mitte März habe ein Tauchteam Anfang April im Strandbad mit der Suche nach weiterer Munition begonnen, teilte die Gemeindeverwaltung Wandlitz mit. Diese Arbeiten sollen nach Ostern mit weiteren Tauchern fortgesetzt werden. Ein Datum für eine mögliche Saisoneröffnung konnte die Verwaltung zunächst nicht nennen.

Der Osterhase wartet im Optikpark

Na bitte! Geht doch! Wie wünscht sich die Geschäftsführung des Optikparks oder einer Landesgartenschau das Wetter? Nicht zu heiß – also um die 20 Grad – sonnig und mit schattigen Perioden. Jawohl, so muss es sein, damit sich die Zielgruppe im Optikpark wohl fühlt. Und genau so wird es am Ostersonntag werden.

Zugegeben: Kathrin Fredrich erlebt zum Einstieg in ihre erste Optikparksaison ein Wetter, wie es nicht immer in den vergangenen Jahren registriert wurde. Also hat die Geschäftsführerin allen Grund, froh auf die kommenden Tage zu schauen.

In den vergangenen Tagen haben die Mitarbeiter im Park letzte Hand angelegt und auch an diesem Sonnabend müssen sie noch die eine oder andere Aufgabe erledigen. Der Schubleichter wurde schon vor ein paar Tagen installiert. Er ist mit Wasser gefüllt. Der Wasserstand kann stets so reguliert werden, dass der Übergang in den Park gefahrlos gemeistert werden kann.

Der Saisonstart wird ganz österlich. Quelle: Jürgen Ohlwein

Bänke, Tische, Liegen und weiteres Mobiliar sind aufgestellt. Das weiße Café, das blaue Café und das Café Speicher sind ausgerüstet. Für das Gastroteam kann es losgehen. Und die Mitarbeiter warten auch hier mit Überraschungen aus. Erstmals können Familien im Park ein Picknick machen. Den Korb stellt das Gastronomie-Team zusammen.

Eine Vorbestellung ist ratsam, sagt Kathrin Fredrich. Die Kunden können sich wünschen, wo der Korb – gefüllt mit zahlreichen Leckereien auf die Familie wartet. Ein Mitarbeiter bringt alles dorthin. Übrigens legt das Optikparkteam Wert auf Umweltschutz. Geschirr und Besteck in dem Picknickkorb sind aus Metal und Porzellan.

16500 Stiefmütterchen sind in die Erde gebracht worden. Mitarbeiter haben Sträucher und andere Pflanzen beschnitten, das alte Laub ist weggefegt. Weil es schon seit Tagen sehr trocken ist, werden die Frühjahrsblumen gut gewässert. Das Bewässerungssystem, das zur Bundesgartenschau eingerichtet wurde, leistet beste Dienste. Die Besucher werden ab Sonntag einen blühenden Frühlingspark erleben.

Im Optikpark Rathenow  laufen die Vorbereitungen für die Eröffnung auf Hochtouren Quelle: Joachim Wilisch

Kunst und Kultur haben ihren festen Platz im Park. Und dann wäre da noch die Weltzeituhr auf dem Karpfenteich. Sie wird durch die Steganlage angedeutet. Vorbild ist die Weltzeituhr auf dem Berliner Alexanderplatz, die in Rathenow gefertigt wurde.

Jetzt sollen Besucher noch genauer an das Thema herangeführt werden. Wenn die Optikpark-Saison am Sonntag eröffnet wird, sind die Parallelen zwischen dem Rathenower Wasserbauwerk und dem Berliner Wahrzeichen noch besser zu erkennen. Im Zentrum des Stegs steht nun ein Sechseck mit Städtenamen, wie man sie von der Weltzeituhr kennt. Es handelt sich um originale „Ätzplatten“, die bis Anfang der 90er-Jahre auf dem Alexanderplatz bewundert werden konnten.

Das Grüne Klassenzimmer öffnet am Osterwochenende ebenso. „Wir erwarten um die 4000 Kinder im Laufe der Saison“, sagt Kathrin Fredrich. Und die Biber haben jetzt immer einen festen Termin. Zum Wochenende befinden sich die Maskottchen zu festen Zeiten im Park. Mit ganz neuen Brillen, die von der offenen Werkstatt der Technischen Hochschule gefertigt wurden.

Die Farbstrahlbeete im Optikpark. Quelle: Joachim Wilisch

Unterhaltung und Musik gibt es beim Saisonstart im Optikpark Rathenow zur Genüge. Aber auch österlich geht es zu. Dafür haben die Organisatoren am Osterwochenende gesorgt. Bunt wird es an beiden Feiertagen in zweierlei Hinsicht. Zum einen gibt es jeweils ab 14 Uhr einen Frühlingsmarkt, wo sich Besucher mit frischem Grün und Farbtupfern für Balkon und Garten eindecken können, zum anderen erwartet vor allem die jungen Gäste ein farbenfrohes Osterprogramm.

Dazu gehören Osterbastelaktionen und Überraschungen, die im Park gefunden werden wollen. Spannend wird es bei der Jagd nach dem goldenen Ei, welches um 15, 16 und 17 Uhr versteckt wird und für Finder eine Überraschung bereithält. Die Erwachsenen können sich eine Auszeit gönnen, das Blütenpanorama genießen oder der Bühnenmusik lauschen. Start ist Ostersonntag um 13 Uhr und Ostermontag bereits um 10 Uhr.

Kooperation mit Wittstock

Interessant für Blumenliebhaber des Optikparks ist die Zusammenarbeit mit der Landesgartenschau Wittstock. Wer eine Optikpark-Tageskarte kauft, der hat eine Eintrittsermäßigung auf den Tagespreis bei der Landesgartenschau. Eine Ermäßigung bekommen auch Besucher des Optikparks, die beim Kauf der Tageskarte ein Tagesticket der Landesgartenschau vorlegen können.

Die Duncker-Oberschule und die Bruno-H.-Bürgelschule gehören zu den Kooperationspartnern. Duncker-Schüler haben bereits Biber-Kekse gebacken und die Bürgelschule hat den KK-3000-Lauf organisiert. Außerdem gibt es vom Schulwettbewerb „Bürgel sucht den Superstar“ diesmal einen Auftritt der Finalisten auf der Weißen Bühne im Park.

Das Saisonprogramm ist auch darüber hinaus aufwändig. Piratenfest, Mittelalterfest, Dance-Meeting, Drachenbootrennen, Superheldenfest und Stadtfest stehen im Kalender. Natürlich fehlt die Serenade unterm Sternenhimmel nicht. Ein besonderes Ereignis soll der Auftritt der Sängerin Annett Louisan werden, die ihre neuen Lieder im Gepäck hat.

Von Joachim Wilisch

Hans-Otto-Theater in Potsdam bekommt eine Seebühne

Eine angeblich vom RAW-Investor stammende Anwohnerinformation zum geplanten Innovationszentrum sorgt für Irritationen, weil es vor negativen Folgen des Projekts für die Umgebung warnt. Nach Mitteilung der RAW-Gesellschaft handelt es sich um eine Fälschung.

Björn Casapietra tritt in Zeuthen auf

Der Tenor Björn Casapietra, der einige Jahre in Eichwalde lebte, tritt demnächst mehrfach in der Region auf. Er erzählt, worauf sich die Besucher seiner Konzerte freuen können.

Ihre neue Tournee heißt „Hallelujah – die schönsten Himmelslieder“. Was dürfen Ihre Fans da erwarten?

Björn Casapietra: Eine Mischung aus geistlichen Liedern, Gebeten und sehr berührenden Stücken. Und wer meine Konzerte kennt, weiß, dass eine gehörige Portion Ironie, Humor und am Ende auch das Feiern dazu gehört. Zum Beispiel mit George Harrisons „My Sweet Lord“. Ich möchte mit diesem Stück eine Stimmung erreichen, wie man sie aus Gospelkonzerten kennt.

Was noch?

Ich singe berührende Lieder wie das „Ave Maria“ von Schubert, das „Hallelujah“ von Leonard Cohen oder die „Ode an die Freude“ von Beethoven. Auch die heimliche irische Nationalhymne „Danny Boy“ darf nicht fehlen. Denn hier handelt es sich um ein Gebet. Genauso wie „Gabriellas Song“, ein Gebet ist aus dem großartigen Film „Wie im Himmel“. Ich habe verstanden, dass Religion auch Zivilisation bedeutet. Dort wo gar keine Religion ist, herrscht menschliches Dunkel. Ich möchte einfach Lieder singen, die in eine Kirche passen und den Menschen damit auch ein Stück weit Hoffnung geben, Kraft und Zuversicht. Denn das ist meine Aufgabe als Musiker.

Was ist Ihr persönlicher Höhepunkt beim Konzert in Zeuthen am 26. Mai?

Das kann ich noch nicht sagen. Wir haben so viele neue Lieder erarbeitet, dass ich das schlicht noch nicht weiß. Das Schöne an dem Programm ist, dass das Publikum höchstwahrscheinlich die meisten Lieder kennen wird. Es ist Musik, die uns seit der Kindheit begleitet.

Können Sie trotzdem noch ein paar Details verraten?

Noch einmal: Wir leben in unruhigen Zeiten. Und Musik hat die Aufgabe, in diesen Zeiten die Liebe zu feiern. Jesus hat gesagt, er sei die Liebe. Genau das möchte ich hervorheben. Wenn ich es schaffe, mit meiner Stimme und unserer Musik den Menschen Liebe zu geben, dann bin ich zufrieden. Im Grunde sind Himmelslieder auch Liebeslieder. Das „Ave Verum“ von Mozart ist an Schönheit kaum zu überbieten. Das berührende Gedicht „Von guten Mächten wunderbar geborgen“ von Dietrich Bonhoeffer werden wir musikalisch darbieten. „Adeste Fideles“ wird von den Menschen geliebt. Das irische „You raise me up“ ist ein weltweiter Hit und im Grunde ein Gebet. Sie sehen, wir haben uns viel vorgenommen, um die Herzen der Menschen zu erreichen.

Sie kommen immer gern nach Zeuthen. Haben Sie dort besonders treue Fans?

Ich habe in Eichwalde eine Zeit lang gelebt. Aufgewachsen bin ich in Rauchfangswerder, also gegenüber von Zeuthen. Die Gegend dort ist meine Heimat. Selbst wenn ich mein Elternhaus auf grausame Weise verloren habe und mit meiner Mutter keinerlei Kontakt mehr habe. Ich bin in dieser Ecke aufgewachsen, in Schmöckwitz zur Schule gegangen, und dieses Heimatgefühl wird nie verloren gehen. Wir sind in diesem Jahr sehr viel in Brandenburg und auch in Berlin in der Passionskirche unterwegs. Aber Zeuthen wird immer ein Höhepunkt sein für mich.

Wann können Ihre Fans Sie in diesem Jahr außerdem noch in der Region Dahmeland-Fläming auf der Bühne erleben?

Im Sommer, am 3. August, werde ich erstmals in Trebbin einen italienischen Abend geben im Kleinen Glaspalast. Und dann das Weihnachtskonzert in Jüterbog am 28. Dezember. Wichtig ist für mich aber nur eins: Dass ich mit den wunderschönen Himmelsliedern, die wir rausgesucht haben, die Herzen meines Publikums erreiche. Ich möchte nicht nur für die Ohren singen, ich möchte tiefer rein in den Menschen. Ich möchte mein Publikum bewegen, zu Tränen rühren und gleichzeitig zum Lachen bringen. Das ist uns in der Vergangenheit immer recht gut gelungen und ich hoffe, dass das so bleibt.

Von Karen Grunow