Barnimer Land

Das Barnimer Land befindet sich auf einer Hochfläche im nordöstlichen Brandenburg und im Nordosten Berlins. Mit seinen Naturschutzgebieten und den zahlreichen Kulturdenkmälern gehört es zu den schönsten Ausflugszielen in Brandenburg.

Zu den größten Naturschutzgebieten im Barnimer Land gehört der Naturpark Barnim. Hier finden sich auf rund 750 Quadratkilometer Fläche weitläufige Wälder und zahlreiche Seen. Besonders das Wandlitzer Seengebiet bietet Besuchern ein reichhaltiges Freizeitangebot. Wander- und Radwege sind in dem gesamten Naturschutzgebiet gut markiert und ermöglichen eine Tour durch den gesamten Park.

Die Stadt Eberswalde ist heute Kreisstadt des Landkreises Barnim. An die über 750-jährige Geschichte der Stadt erinnern zahlreiche historische Bauwerke. Dazu zählen unter anderem die Maria-Magdalenen-Kirche und die Messingwerksiedlung. Sehenswert ist auch der Zoo von Eberswalde, der als “Bester kleiner Zoo Deutschlands” ausgezeichnet wurde.

Zu den größten zusammenhängenden Waldgebieten in Deutschland zählt die Schorfheide im Barnimer Land. Ausgedehnte Wälder und zahlreiche Seen laden auch hier zu einem Ausflug ein. Hier befindet sich auch der Werbellinsee, einer der schönsten Seen Brandenburgs. Er erstreckt sich über mehr als zehn Kilometer und bietet mit seinen zahlreichen Badeständen ein umfangreiches Freizeitangebot für Badegäste und Wassersportler. Besonders sehenswert sind der Wildpark Schorfheide und das Schorfheidemuseum im ehemaligen Jagdschloss in Gross Schönebeck.

Auch die Region Chorin-Oderberg zählt zu den touristischen Attraktionen im Barnimer Land. Hier laden große Wälder zum Wandern und Radfahren ein. Der Parsteiner See in der Region Chorin-Oderberg ist ein beliebter Badesee und zählt zu den saubersten Gewässern im gesamten Barnimer Land. Auch das riesige Schiffshebewerk Niederfinow und das Zisterzienkloster Chorin mit seiner über 725-jährigen Geschichte sind einen Besuch wert.

Der Finowkanal im Barnimer Land war für mehr als 150 Jahre eine der wichtigsten deutschen Binnenwasserstraßen. Heute können Besucher den Kanal befahren und dabei die Landschaft rund um den Kanal genießen. Entlang des Kanals führen zahlreiche Rad- und Wanderwege.

Ein kleine Zeitreise können Besucher in der Stadt Bernau erleben. Mit ihre über 700-jährigen Geschichte gehört sie zu den ältesten Städten im Barnimer Land. Die gut erhaltene Stadtmauer und die St.-Marien-Kirche stammen noch aus dem Mittelalter. Zu den Sehenswürdigkeiten in Bernau zählen unter anderem auch das klassizistische Rathaus und die Denkmalanlage Gaswerk Bernau.

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Bad Saarow

Im Herzen des Oder-Spree-Gebietes, südöstlich von Berlin, liegt der kleine Kurort Bad Saarow. Besonders bekannt ist der Ort für seine heilende Thermalquelle und den mineralienreichen Schlamm.

Gegen Ende des 19. Jahrhunderts gehört der kleine Ort Bad Saarow zu den verschlafenen Nestern der Mark Brandenburg. Ab 1906 beginnt der Aufstieg von Bad Saarow und dem benachbarten Dorf Pieskow zu einem der beliebtesten Erholungsgebiete in Brandenburg. Zahlreiche Kurhäuser und Villen werden errichtet. Es entstehen Parkanlagen und Uferwege am nahe gelegenen Scharmützelsee. 1927 besitzt der Ort Bad Saarow ein Moorbad, sowie eine Trink- und Kuranlage.

Durch den Zweiten Weltkrieg (1939 – 1945) wird der Kurbetrieb vollständig eingestellt. In der Zeit der Deutschen Demokratischen Republik sind sowjetische Truppen in Bad Saarow stationiert. Der Kurbetrieb ist nur eingeschränkt möglich. Trotzdem gehört er zu den beliebtesten Ferienorten in der Deutschen Demokratischen Republik (DDR). Im Jahr 1995 entschließt sich die Gemeinde Bad Saarow-Pieskow das historische Kurgelände zu erneuern. Heute gehört Bad Saarow zu den mondernsten Kurorten Deutschlands.

Bad Saarow bietet eine Vielzahl an Freizeitaktivitäten. Ausgebaute Rad- und Wanderwege ermöglichen Ausflüge an den Scharmützelsee und lange Spaziergänge durch die einmalige Landschaft des Oder-Spree-Gebietes. Das Thermalsole- und Moorheilbad von Bad Saarnow bieten ein besonderes Gesundheits- und Entspannungserlebnis. Von Bad Saarow starten täglich Schiffe zu ausgedehnten Touren über den Scharmützelsee.

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Dahme-Seengebiet

Das Dahme-Seengebiet liegt im Süden von Brandenburg, nahe der Bundeshauptstadt Berlin. Mit ihren zahlreichen Seen und Flussläufen gehört die Region zu den beliebtesten Ausflugszielen in Brandenburg.

Im Naturpark Dahme-Heideseen laden ausgedehnte Wälder zum Radfahren und Wandern ein. Das Gebiet erstreckt sich über 594 Quadratkilometer und umfasst eine beachtliche Vielfalt an Pflanzen- und Tierarten. Die zahlreichen Seen und Flüsse des Parks können mit dem Boot erkundet werden.

In der Kleinstadt Königs Wusterhausen im Dahme-Seengebiet können Besucher den Glanz und die Tradition Preußens erleben. Denn hier befindet sich ein Jagdschloss aus dem 16. Jahrhundert, das heute ein Museum mit preußischer Kunst beherbergt. Besonders sehenswert ist auch die Kreuzkirche in Königs Wusterhausen, in der regelmässig Konzerte stattfinden.

Auch die Stadt Mittenwalde im Dahme-Seengebiet kann auf eine lange und abwechslungsreiche Geschichte zurückblicken. Große Teile der mittelalterlichen Stadtbefestigung können hier heute noch besichtigt werden. Zu den Sehenswürdigkeiten der Stadt zählen unter anderem die Pfarrkirche Sankt Moritz und das Berliner Tor. Im Museum von Mittenwalde können sich Besucher über die Geschichte der Stadt informieren.

Der kleine Ort Prieros ist von zahlreichen Gewässern des Dahme-Seengebietes umgeben. Hier können verschiedene Wassersportarten betrieben werden. Ausserdem lohnt sich ein Besuch im Heimatmuseum von Prieros. In dem Fachwerkhaus aus dem 18. Jahrhundert finden sich zahlreiche historische Alltags- und Gebrauchsgegenstände. Der Botanische Garten von Prieros bietet eine Vielzahl von Pflanzen, darunter über 230 verschiedene Nadelhölzer.

Ein besonderes Freizeitangebot bietet das „Tropical Island“ im Dahme-Seengebiet. Die größte freischwebende Halle der Welt mit ihrem 107 Meter hohen Kuppeldach beherbergt eine tropische Bade- und Erlebniswelt. Eine künstliche Insel lädt das ganze Jahr zum Baden und Erholen ein. In der Halle finden außerdem zahlreiche Veranstaltungen, wie Tanz- und Zauber-Shows statt.

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Baumblütenfest in Werder

Das Baumblütenfest ist ein Volksfest in der kleinen Stadt Werder an der Havel im Westen von Brandenburg. Zehn Tage lang können Besucher und Einheimische die blühenden Obstgärten bestaunen und viele verschiedene Obstweine probieren. Höhepunkt des jährlichen Festes ist der Blütenball mit der Bekanntgabe der Blütenkönigin.

Die Idee zu einem Baumblütenfest stammt von dem Obstzüchter Wilhelm Wils. Auf seinen Vorschlag hin beschließt der Werderaner Obstbauverein im Jahr 1879 das erste Baumblütenfest der Region zu veranstalten. Durch Annoncen in zahlreichen Berliner Tageszeitungen strömen die Bürger der Hauptstadt nach Werder. Die Veranstaltung etabliert sich als regelrechtes Volksfest und wird seitdem jedes Jahr wiederholt. Heute besuchen jährlich eine halbe Million Menschen das Baumblütenfest von Werder.

Während des Baumblütenfestes gibt es in Werder neben zahlreichen Obstweinsorten auch Spezialitäten der Region. Außerdem locken mehrere Bühnen in der Stadt die Zuschauer mit Shows, Konzerten und Theateraufführungen. Die Obsthöfe in Werder laden zu Grill- und Gartenfesten ein. Nach zehn Tagen Volksfeststimmung wird das Baumblütenfest von Werder traditionell mit einem Feuerwerk beendet.

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Elbe-Elster-Land

Das Elbe-Elster-Land liegt im Süden Brandenburgs. Hier kommen Radler auf ihre Kosten. Über 700 Kilometer Radweg führen durch die Natur des Elbe-Elster-Landes, vorbei an zahlreichen Sehenswürdigkeiten.

Die Stadt Finsterwalde ist die größte Gemeinde im Elbe-Elster-Land. Der Marktplatz und das barocke Rathaus prägen die historische Innenstadt. Besonders sehenswert ist die Trinitatiskirche mit ihrem prächtigen Renaissancegiebel. Das Schloss Finsterwalde wurde im 14. Jahrhundert errichtet und gilt ebenfalls als kunstvoller Renaissancebau. Heute ist es Sitz der Stadtverwaltung. Die historischen Räume des Anwesens können allerdings weiterhin besichtigt werden. Eine der bekanntesten Veranstaltungen in ganz Brandenburg ist das Sängerfest von Finsterwalde. Auf mehreren Bühnen gibt es hier alle zwei Jahre Musik von Klassik bis Rock.

Im Elbe-Elster-Land befindet sich die älteste Brikettfabrik Europas. In den Hallen der „Louise“ finden neben Kunst- und Fotoausstellungen auch Konzerte statt. Ausserdem beherbergt die Fabrik ein Museum, das Besuchern einen ausführlichen Einblick in die Bergbaugeschichte gibt.

Südlich der Ortschaft Lichterfeld im Elbe-Elster-Land befindet sich das Besucherbergwerk „Abraumförderbrücke F 60“. Prunkstück des Bergwerkes ist eine 502 Meter lange und 11.000 Tonnen schwere Abraumförderbrücke. Zwischen 1991 und 1992 wurde mithilfe dieses Stahlgiganten Braunkohle gefördert. Heute bietet die Brücke mit ihrer Aussichtsplattform einen beindruckenden Ausblick auf die gesamte Region.

In der Kleinstadt Elsterwerda können Besucher die Sehenswürdigkeiten Sünd-Brandenburgs in Miniaturform bestaunen. Der Miniaturpark Elsterwerder bietet auf insgesamt 30.000 Quadratmeter Gebäudemodelle von Burgen, Türmen und Schlössern aus der Region. Zu den Höhepunkten der Ausstellung zählt ein Nachbau des Elbeflusslaufes mit eigenem Hafen.

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Besucherbergwerk F60

Vor mehr als 150 Jahren beginnen Menschen mit dem Abbau von Braunkohle in der Niederlausitz im Süden von Brandenburg. Die Abraumförderbrücke F60 steht als Monument für diesen Industriezweig und zählt zu den beindruckendsten Sehenswürdigkeiten in Brandenburg.

Im Jahr 1991 wird die Abräumförderbrücke F60 in der Nähe des kleinen Ortes Lichterfeld in Betrieb genommen. Insgesamt 13 Monate wird mithilfe der Brücke im Tagebau Klettwitz-Nord Braunkohle abgebaut. Bereits im Jahr 1992 wird der Tagebau aus energiepolitischen Gründen geschlossen und die Abräumförderbrücke F60 stillgelegt. Zehn Jahre später wird an gleicher Stelle ein Besucherbergwerk eröffnet. Die Förderbrücke ist das zentrale Ausstellungsstück Bergwerkes.

Die Abräumförderbrücke F60 ist ein 11.000 Tonnen schwerer Stahlkoloss. Mit über 502 Metern Länge, 240 Metern Breite und 80 Metern Höhe ist sie die größte bewegliche Arbeitsmaschine der Welt. Die Brücke diente während ihrer Betriebszeit der Freilegung von Braunkohle. Mit ihrer Stahlkonstruktion überspannt sie den gesamten Tagebau. Auf der einen Seite trug sie die Erdmassen ab, die sich über dem sogenannten Kohleflöz befanden. Ein Förderband transportierte die Erde auf die andere Seite der Brücke, zu der sogenannten Verkippungsseite. Hier wurde die Erde abtransportiert oder neu aufgeschichtet. Die beiden Bagger der Abräumförderbrücke F60 konnten pro Stunde bis zu 50.000 Tonnen Erde abtragen.

Eingebettet in die bizarre Landschaft des Braunkohletagebaus bietet die Abräumförderbrücke F60 ein beindruckendes Bild. Besucher erfahren bei einer Führung Details zur Bergbautechnik und zur Geschichte des Braunkohleabbaus in der Region Niederlausitz. Der Höhepunkt jeder Führung ist die hervorragende Aussicht von einer Plattform der Abräumförderbrücke auf die Landschaft rund um den Tagebau.

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Fläming

Im südwestlichen Brandenburg befindet sich der Fläming, ein Höhenzug der während der Eiszeit entstand. Benannt ist die Region nach dem Volksstamm der Flamen, die sich hier im 12. Jahrhundert ansiedelten. Mit seinen zahlreichen Naturparks und Kulturdenkmälern bietet der Fläming heute ein vielfältiges Angebot für Touristen.

Der Naturpark „Hoher Fläming“ bietet auf rund 83.000 Hektar eine vielfältige Tier-und Pflanzenwelt. Neben waldreichen Gebieten umfasst der Park auch eine große Moor- und Flusslandschaft. Für Wanderer und Radfahrer bietet der Naturpark „Hoher Fläming“ ein umfangreiches und ausgebautes Wegenetz.

Für Skater und Radfahrer gibt es in der Region den Fläming-Skate. Über 190 Kilometer Rad- und Skateweg führen durch die Region. Zahlreiche Rastplätze entlang der Strecke laden zum Verweilen ein. Der Weg führt vorbei an kleinen Ortschaften und zahlreichen Seen. Während einer Skate- oder Radtour kann man die vielseitige Landschaft des Fläming genießen.

Historischen Flair können Besucher im kleinen Ort Kloster Zinna erleben. Seinen Namen verdankt das Dorf im Fläming einem Kloster aus dem 12. Jahrhundert. Ein Museum informiert über die lange Geschichte des Zisterzienserordens und des Ortes Kloster Zinna. Ein besonderer Höhepunkt sind die Konzerte, die regelmässig in den Räumlichkeiten des alten Klosters stattfinden.

Die Burg Rabenstein befindet sich auf dem 153 Meter hohen „Steilen Hagen“ und bietet einen hervorragenden Ausblick auf die Landschaft des Fläming. In den Räumlichkeiten der Burg bekommen Besucher einen Eindruck vom Leben im Mittelalter. Wahrzeichen der Burg ist der 30 Meter hohe Bergfried. Zweimal in Jahr wird die Burg zum Schauplatz für einen mittelalterlichen Jahrmarkt. Neben Ritter-Schaukämpfen und Gaukelei werden traditionelle Berufe des Mittelalters gezeigt.

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Potsdam Geschichte

Die Stadt Potsdam kann auf eine über 1000-jährige Geschichte zurückblicken. Denn bereits im 7. Jahrhundert errichtet der slawische Stamm der Heveller an der Stelle der heutigen Stadt eine Burganlage. In einer Schenkungsurkunde des Kaisers Otto III. des Heiligen Römischen Reiches wird Potsdam am 3. Juli 993 erstmals urkundlich erwähnt. Der ursprüngliche Name der Stadt ist Potzupimi und leitet sich aus den slawischen Wörtern Pod und Stupa ab, die übersetzt soviel wie „unter den Eichen“ bedeuten.

Im Jahr 1317 wird Potsdam erstmals als Stadt urkundlich erwähnt und 28 Jahre später erhält sie auch offiziell das Stadtrecht. Im Dreissigjährigen Krieg (1618 – 1648) wird die Stadt durch zwei Großbrände zerstört.

Unter Friedrich Wilhelm I. wird die Stadt im 18. Jahrhundert zu einem wichtigen Garnisonsstandort des preußischen Heeres. Sein Sohn und Nachfolger Friedrich Wilhelm II. der Große ist Anhänger der Aufklärung. In Potsdam lässt er unter anderem das Schloss Sanssouci und das Neue Palais errichten.

Im Oktober 1806 besetzten französische Truppen unter Napoleon Bonaparte die Stadt. Ab 1815, nach dem Ende der Besatzung, entwickelt sich Potsdam zu einem Verwaltungszentrum. Zahlreiche Regierungsbeamte siedeln sich in der Stadt an.

Im September 1848 bricht die Deutsche Revolution auch in Potsdam aus. Soldaten des Widerstands versammeln sich vor dem Neuen Palais und versuchen ihre Kameraden aus dem Gefängnis zu befreien. Der Aufstand wird jedoch von preußischen Elitetruppen niedergeschlagen.

1914 unterzeichnet der letzte deutsche Kaiser Wilhelm II. im Neuen Palais von Potsdam die Kriegserklärung gegen Großbritannien, Frankreich und Russland. Mit dem Ende des Ersten Weltkrieges 1918 endet die Ära der deutschen Monarchie und Potsdam verliert seinen Status als Residenzstadt.

Im Zweiten Weltkrieg (1939 -1945) werden große Teile des Potsdamer Stadtzentrums durch einen Bombenangriff der Alliierten beschädigt. Im April 1945 besetzten Truppen der Roten Armee die Stadt. Im August 1945 vereinbaren die Siegermächte auf der Konferenz von Potsdam die Teilung Deutschlands in vier Besatzungszonen.

In der Zeit der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) wird Potsdam ab 1952 Verwaltungssitz des neugegründeten Bezirkes Potsdam. Durch den Mauerbau im Jahr 1961 verliert Potsdam den Anschluss zu West-Berlin.

Nach der Wiedervereinigung von West- und Ostdeutschland im Jahr 1990, wird Potsdam die Hauptstadt des wieder gegründeten Landes Brandenburg. Bis heute werden zahlreiche historische Bauwerke der Stadt restrauriert. Viele Sehenswürdigkeiten der Stadt zählen zum Welterbe der UNESCO.

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Nationalpark Unteres Odertal

Der Nationalpark „Unteres Odertal“ liegt in der Region Uckermark, im Nordosten Brandenburgs. Er wurde 1995 gegründet und umfasst eine Fläche von 10.500 Hektar.

Der Nationalpark Unteres Odertal beherbergt die einzige intakte Polder-Landschaft Deutschlands. Beide Seiten der Oder sind hier, nach niederländischem Vorbild, mit Deichen bebaut. Im Winter und im Frühjahr werden die Wiesen hinter den Deichen geflutet, um Hochwasser in dicht besiedelten Gebieten entlang der Oder zu verhindern. Die Fluss-Auenlandschaft der Oder im Nationalpark Unteres Odertal bietet einen Lebensraum für viele seltene Pflanzen und Tiere.

Die überschwemmten Wiesen des Odertals dienen als Rastplatz für Schwärme von Zugvögeln. Besonders sehenswert sind die Weißstörche, die auf den Dächern der umliegenden Dörfer brüten. Die Flusslandschaft ist außerdem die Heimat für zahlreiche andere Tierarten, wie Biber, Fischotter und Seeadler.

Im Schloss der Stadt Criewen befindet sich das Nationalparkzentrum für die Landschaft Unteres Odertal. Besucher können sich hier in 14 Ausstellungsbereichen über die vielfältige Natur des Odertals informieren. Als Attraktion gilt ein 15.000 Liter fassendes Oder-Aquarium mit über 20 heimischen Fischarten.

Die Stadt Schwedt an der Oder oder das Nationalparkzentrum in Criewen empfehlen sich als Ausgangspunkt für Ausflüge in das Untere Odertal. Der 456 Kilometer lange Oder-Neisse-Radweg führt durch den gesamten Park. Mehrere Lehrpfade informieren Wanderer über die Natur des Nationalparks. Aufstiege an den Hängen des Odertals ermöglichen einen hervorragenden Ausblick auf die gesamte Region.

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Brandenburg an der Havel

Brandenburg an der Havel ist die älteste Stadt im Havelland. Sie liegt im Westen des Landes Brandenburg am Fluss Havel. Neben den historischen Sehenswürdigkeiten der Stadt laden zahlreiche Natur- und Landschaftsschutzgebiete in der näheren Umgebung zu einem Ausflug ein.

Die Geschichte der Stadt Brandenburg reicht bis ins 5. Jahrhundert zurück. Zu dieser Zeit siedeln Slawen an der Stelle der heutigen Stadt. Im 10. Jahrhundert wird das Bistum Brandenburg begründet. Im 12. Jahrhundert wird die Stadt erstmals urkundlich erwähnt. Brandenburg steigt in dieser Zeit zu einer der wichtigsten Fernhandelsstädte zwischen den Flüssen Oder und Elbe auf. Bis 1518 gehört die Stadt sogar der Hanse, einer deutschen Vereinigung von Kaufleuten, an. Gegen Ende des 16. Jahrhunderts verliert Brandenburg durch den Aufstieg Berlins als kurfürstliche Residenzstadt zunehmend an Bedeutung. Von den Folgen des Dreissigjährige Krieg (1618 – 1648) erholt sich die Stadt nur sehr langsam.

Im 19. Jahrhundert setzt die Industrialisierung auch in Brandenburg ein. In der Stadt werden unter anderem Schiffe, Autos und Fahrräder hergestellt. Mit Beginn des Nationalsozialismus wird Brandenburg zu einem Zentrum der Rüstungsindustrie. Gleichzeitig wird in der Stadt das Zuchthaus Brandenburg-Görden eingerichtet. Hier sterben bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges (1939 – 1945) 1.700 Gefangene. In der Zeit der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) wird die Stadt Brandenburg zu einem wichtigen Standort der Stahl- und Großindustrie. Nach der Wiedervereinigung Deutschlands im Jahr 1990 verschwindet die Schwerindustrie aus Brandenburg zunehmend. Die Stadt entwickelt sich mehr und mehr zum Zentrum für Tourismus und andere Dienstleistungen.

Der Dom St. Peter und Paul zu Brandenburg ist das älteste Bauwerk der Stadt. Über den zahlreichen Altären im Innenraum befindet sich das imposante Kreuzrippengewölbe der Kirche. Besonders sehenswert sind der sogenannte Lehniner Altar und die „Bunte Kapelle“ des Doms mit ihrer mittelalterlichen Putzmalerei.

Das Industriemuseum der Stadt Brandenburg befindet sich in einem ehemaligen Stahl- und Walzwerk. Besucher können sich hier über die Geschichte des Industriestandortes Brandenburg und die Technik des Werkes informieren. Prunkstück der Anlage ist der Siemens-Martin-Ofen mit den dazugehörigen Anlagen zum Beschicken, Schmelzen und Gießen.

Das Altstädtische Rathaus der Stadt Brandenburg gilt als Meisterwerk der Gotik. Über dem Hauptportal thornen vier Kopfbilder bekannter Stadtpersönlichkeiten des 15. und 16. Jahrhunderts. Rechts neben dem Haupteingang befindet sich eine 5,35 Meter große Sandsteinfigur. Sie stellt den sogenannten Roland dar, ein Symbol mittelalterlicher Rechtsordnung. Der Roland gilt als Wahrzeichen der Stadt Brandenburg.

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