Brandenburger Integrationspreis vergeben

Anzeigen

Den Brandenburger Integrationspreis bekommen in diesem Jahr Initiativen aus Cottbus, Werder (Havel) und Potsdam. Ausgezeichnet werden das Geflüchteten-Netzwerk Cottbus, das Netzwerk Neue Nachbarn Werder und der Potsdamer Verein „MaMis en Movimiento“. Der Preis ist mit insgesamt 6000 Euro dotiert und wurde zum zwölften Mal vergeben.

Entscheidend für die Integration seien Sprachkurse, schneller Zugang zum Arbeitsmarkt und die Möglichkeit, aktiv am politischen, kulturellen und sozialen Leben teilnehmen zu können, erklärte Integrationsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) bei der Preisverleihung am Donnerstag in Cottbus. Eine Jury wählte die Preisträger aus 23 Bewerbungen aus.

Netzwerk Neue Nachbarn will geflüchteten Menschen in Werder (Havel) den Alltag erleichtern

Das Cottbuser Geflüchteten-Netzwerk hilft im Alltag bei der Wohnungssuche oder Arztterminen und auch mit seinem Dolmetscher-Pool in der Stadtverwaltung. Das Netzwerk Neue Nachbarn will geflüchteten Menschen in Werder (Havel) den Alltag erleichtern und unterstützt sie etwa bei Behördengängen und der Kitasuche. Mutterschaft und Migration sind Themen von „MaMis en Movimiento“.

Die Gruppe von Müttern und Frauen spanischsprachiger Herkunft engagiert sich in Potsdam und in elf Berliner Bezirken: „Wir fördern die Zweisprachigkeit im familiären und institutionellem Bereich, wie auch die soziale und berufliche Integration spanischsprachiger Menschen in Deutschland“, heißt auf der Website.

Nonnemacher würdigte das ehrenamtliche Engagement. „Integration ist ein sehr langer Prozess, mitunter mühsam und scheinbar langwierig“, sagte sie laut Mitteilung. „Der Einsatz lohnt sich aber für uns alle, die ganze Gesellschaft profitiert davon.“ Brandenburg brauche angesichts des Fachkräftebedarfs Zuwanderung.

Von RND/dpa