Brandenburg an der Havel

Brandenburg an der Havel ist die älteste Stadt im Havelland. Sie liegt im Westen des Landes Brandenburg am Fluss Havel. Neben den historischen Sehenswürdigkeiten der Stadt laden zahlreiche Natur- und Landschaftsschutzgebiete in der näheren Umgebung zu einem Ausflug ein.

Die Geschichte der Stadt Brandenburg reicht bis ins 5. Jahrhundert zurück. Zu dieser Zeit siedeln Slawen an der Stelle der heutigen Stadt. Im 10. Jahrhundert wird das Bistum Brandenburg begründet. Im 12. Jahrhundert wird die Stadt erstmals urkundlich erwähnt. Brandenburg steigt in dieser Zeit zu einer der wichtigsten Fernhandelsstädte zwischen den Flüssen Oder und Elbe auf. Bis 1518 gehört die Stadt sogar der Hanse, einer deutschen Vereinigung von Kaufleuten, an. Gegen Ende des 16. Jahrhunderts verliert Brandenburg durch den Aufstieg Berlins als kurfürstliche Residenzstadt zunehmend an Bedeutung. Von den Folgen des Dreissigjährige Krieg (1618 – 1648) erholt sich die Stadt nur sehr langsam.

Im 19. Jahrhundert setzt die Industrialisierung auch in Brandenburg ein. In der Stadt werden unter anderem Schiffe, Autos und Fahrräder hergestellt. Mit Beginn des Nationalsozialismus wird Brandenburg zu einem Zentrum der Rüstungsindustrie. Gleichzeitig wird in der Stadt das Zuchthaus Brandenburg-Görden eingerichtet. Hier sterben bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges (1939 – 1945) 1.700 Gefangene. In der Zeit der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) wird die Stadt Brandenburg zu einem wichtigen Standort der Stahl- und Großindustrie. Nach der Wiedervereinigung Deutschlands im Jahr 1990 verschwindet die Schwerindustrie aus Brandenburg zunehmend. Die Stadt entwickelt sich mehr und mehr zum Zentrum für Tourismus und andere Dienstleistungen.

Der Dom St. Peter und Paul zu Brandenburg ist das älteste Bauwerk der Stadt. Über den zahlreichen Altären im Innenraum befindet sich das imposante Kreuzrippengewölbe der Kirche. Besonders sehenswert sind der sogenannte Lehniner Altar und die „Bunte Kapelle“ des Doms mit ihrer mittelalterlichen Putzmalerei.

Das Industriemuseum der Stadt Brandenburg befindet sich in einem ehemaligen Stahl- und Walzwerk. Besucher können sich hier über die Geschichte des Industriestandortes Brandenburg und die Technik des Werkes informieren. Prunkstück der Anlage ist der Siemens-Martin-Ofen mit den dazugehörigen Anlagen zum Beschicken, Schmelzen und Gießen.

Das Altstädtische Rathaus der Stadt Brandenburg gilt als Meisterwerk der Gotik. Über dem Hauptportal thornen vier Kopfbilder bekannter Stadtpersönlichkeiten des 15. und 16. Jahrhunderts. Rechts neben dem Haupteingang befindet sich eine 5,35 Meter große Sandsteinfigur. Sie stellt den sogenannten Roland dar, ein Symbol mittelalterlicher Rechtsordnung. Der Roland gilt als Wahrzeichen der Stadt Brandenburg.

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