3000 Beratungen jährlich

Potsdam – Mit Grußworten und der Eröffnung der Ausstellung „Altern in Brandenburg – Wie leben hochaltrige Menschen 90+“ beging der Pflegestützpunkt Potsdam auf seinem Verwaltungscampus in der Hegelallee am Dienstag sein zehnjähriges Bestehen. Sozialbeigeordnete Brigitte Meier (SPD), der Vorstand der Innungskrankenkasse Berlin und Brandenburg (IKK), Enrico Kreutz, und Sozialstaatssekretär Michael Ranft eröffneten die Feier.

„Das Thema Pflege ist schwierig und trifft Familien unerwartet“, so Ranft. Er lobte den Ausbau von anfangs rund 700 auf mittlerweile 3000 Beratungsgespräche im Jahr. Außerdem stellte er die Unterstützung der Landesregierung beim weiteren Ausbau des Pflegestützpunktes mit zwei Millionen Euro jährlich in Aussicht.

Bei Bedarf gibt es Hausbesuche

Der Pflegestützpunkt wird von der Stadt Potsdam und den Pflegekassen gemeinsam getragen. Er bietet seit 2010 pflegebedürftigen Potsdamern und ihren Angehörigen eine zentrale Anlaufstelle. Sie finden dort eine kostenlose und neutrale Beratung zu sozialen Angeboten, ambulanter und stationärer Pflege sowie zu Hilfestellungen für die Pflege zuhause. Auch zur Finanzierung und dem Kontakt mit den Pflegekassen kann der Stützpunkt beraten. Bei Bedarf führen die vier Mitarbeiterinnen Hausbesuche durch.

„Man muss den Leuten Mut machen“, beschreibt Pflegeberaterin Manuela Brockmeier die Situation. Angesichts der angespannten Situation in der Pflegebranche und eines eher undurchsichtigen Systems seien viele Betroffene verunsichert. Der Pflegestützpunkt halte zu 34 ambulanten Pflegediensten und 20 Potsdamer Heimen den Kontakt. „Damit stellen wir den Leuten ein Netzwerk zur Verfügung“, so Brockmeier. Pflegeberaterinnen von der IKK und eine Sozialberaterin der Stadt gehören zum Team. Seit 2009 besteht in Deutschland mit dem Inkrafttreten des Pflege-Weiterentwicklungsgesetzes ein Rechtsanspruch auf Pflegeberatung. Seit 2010 wird dieser in Brandenburg durch Pflegestützpunkte umgesetzt.

Der Pflegestützpunkt in der Hegelallee 6-10, Haus 1, in der ersten Etage, hat dienstags von 9 bis 12 Uhr und 13 bis 18 Uhr und donnerstags von 13 bis 18 Uhr geöffnet. Terminvergabe auch außerhalb der Sprechzeiten unter Tel.: (0331) 289 221 3.

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